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Im deutschen Reich · 1907-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1907) · p. 459

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1907)
Article
G. L., Breslau
Date
1907-07-01
Page
459 (sequence 2)
Language
German
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Briefkasten der Kedakttoa. 459 Verachtung vor anstürmte, wie ein Held, wie ein Christ starb — das war in der Schlacht von St. Privat." N.L., Posen. Das von Ihnen gemeinte jetzt in 2. Auflage bei Alexander Duncker in. Berlin erschienene Buch: »Die Polennot >m deutschen Osten" von W. v. Massow ist weder den Antisemiten noch den Agrariern angenehm, vertritt aber den Standpunkt des Ostmarkenvereias, um den sich nach Ansicht des Verfassers alle nationalen Bestrebungen im Osten kristallisieren müssen. Sein Begriff der »Nationalität" deckt sich aber nicht mit dem engherzigen Nationalbegriff der Antisemiten und der Agrarier. Deshalb schreibt die »Deutsche Tageszeitung": »Der Verfasser hält auch die Juden für Bundesgenossen im Kampfe gegen das Polentu m. Er sagt: »Sie wünschen das Ueberwiegen des Deutschtums, tnb je mehr dieser Wunsch in Erfüllung geht, desto mehr werden sie sich dem Deutschtum anschließen. Es wäre »sinnlose Torheit", diejenigen Juden, die sich der deutschen Sache anschließen wollen oder es schon getan haben, als Bundesgenossen zurückzuweisen. Jeder müsse willkommen sein, der im Gegensatz zum Polentum deutsch sein wolle. Ob er es im Sinne des Raffenbegriffes oder der Abstammung sei, könne dabei ganz gleichgültig sein." Das geht der »Deutschen Tageszeitung" natürlich gegen den Strich. Sie fügt deshalb hinzu: »Dem Juden ist der Deutsche genau so gleichgültig wie der Pole. Er betrachtet beide Völker lediglich von dem Standpunkte des Ausbeutens oder, wenn man will, des Geschäfts. Darum entvölkert sich der Osten von Juden, weil dort vielfach nichts mehr sü: sie zu holen ist. De.: Jude benützt den Osten, um für den Westen Toilette zu «rachen, als Uebergangspunkt von Rußland und Galizien nach Berlin, Frankfurt a. M. und eventuell Paris. Daß durch das Judentum die Einigung der Deutschen im Osten gestört wird, wenn man dasselbe als Bundesgenossen aufnimmt, r-'rstatt es ruhig seine eigenen Wege gehen zu lassen, bedarf in unserer heutigkn Zeit sicherlich keines Beweises mehr, wenigstens!ar unsere Leser nicht." Da jedes Blatt die Leser hat, die es oerdient, wird es wahrscheinlich für diejenigen Leser des Organs ^2 , Bundes der Landwirte", die die größten Kartoffeln ernten, ''nues Beweises für solche tendenziöse Behauptungen bedürfen. R. M. in S. Wir haben wiederholt daraus hingewiesen, daß an Orter:, in denen der Bürgermeister und andere Mit-

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