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Im deutschen Reich · 1907-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1907) · p. 437

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1907)
Article
Berlin
Date
1907-07-01
Page
437 (sequence 6)
Language
German
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Korrespondenzen. 437 Kulturfortschritts. In immer entlegenere Kulturwüsü n entsendet diese Vereinigung ihre Missionare, die. das Licht de.: Lehre erneuern und verbreiten, das wirtschaftliche Elend unserer Glaubensgenossen nicht durch Almosen verringern, sondern durch Erziehung und Unterricht und durch wirtschaftliche Kräftigung der Brüder ausrotten helfen. Sie v.rleiht den Glaubensgenossen Stärke zur wirtschaftlichen Selbsthilfe, stählt sie für den Lebenskampf und erweckt in ihnen die Traditionen, die der ganzeil Judenheit gehören. In der Nummer 68 der,Mitteilungen vom Deutsch- Israelitischen Gemeindebunöe" wird unter derUeberschrift , Erziehungsanstalt für schwachsinnige jüdische Minderjährige in Beelitz bei Potsdam" berichtet, daß die vorbereitenden Schritte zur Ausführung des Baues und zur Schaffung eines Vereines, dem der Anstaltsbetrieb übergeben werden soll, begonnen haben. Der Fortschritt, den die Errichtung der Anstalt gemacht hat, ist der Großloge für Deutschland ll. O. B. B. zu verdanken, die das Unternehmen des Gemeindebundes durch eine Be steuer von 40 000 Mk. gefördert hat. Eine gleiche Anzahl von Vertretern beider Organisationen bilden das vorbereitende Korritee. Vorläufige Anmeldungen für die Anstalt werden bereits von dem Büreau des v. .1. G. B., Berlin W., Steglitz,:rstraße 85, entgegengenommen. In dem Heft 68 der erwähnten „Mitteilungen" befindet fich ferner ein Artikel über den „Verband der Vereine zur Förderung des Handwerks und der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands", ein Bericht über das Ergebnis einer über das jüdische Handwerk veranstalteten Rundfrage, sowie eine Schilderung der umfangreichen Trtigleit des Gemeindebundes auf den verschiedensten mit Handwerk und Bodenkultur zusammenhängenden Gebieten. Daran schließen sich Hinweise auf die Tätigkeit des Gesamtarchivs de, deutschen Juden und eine von Rechtsanwalt Lebrecht in Lripzi; ausgearbeitete Normal -- Friedhofsordnung. — Die mit der Ausarbeitung eines Organisationsgesetzes betraute, aus Mitgliedern des Gemeindebundes, des Verbandes der Deutschen Juden uud Vertretern der Hauptgemeinden der neupreußischen Provinzen zusammengesetzte Kommission hat in nicht weniger als 15 Sitzungen die erste Lesung des Gesetzes nahezu leenbigt, so daß der Generalreferent in der Lage sein wird, mährend der Sommerferien die Ergebnisse der Beratungen für bic zweite

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