Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1907-04-01 · Heft 4 (April 1907) · p. 251

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 4 (April 1907)
Article
Beuthen
Date
1907-04-01
Page
251 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2316602-2316753-2316758--16295-2338217
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Korrespondenz»». 251 lohnung (1000 Mk.) gelang es nicht, Aufklärung zu schaffen. Gerüchte aller Art bildeten sich — auch das alberne Ritualmordmärchen tauchte wieder auf. Allmählich schlief die Erregung ein. Jetzt hat ein Mitwisser des Mörders das Dunkel gelichtet, das über der Tat schwebte. Am 15. d. M. wurde der Haushälter Kioltyka von hier verhaftet, der verdächtig ist, Mitwisser des Heumarktmordes zu sein. Die Polizei würde von einem Gendarmeriewachtmeister benachrichtigt, der frühere Haushälter bei dem Speisewirt Liberka, hier, Ritterstraße, habe in Worpie geäußert, Liberka sei der Täter. Der erwähnte Kioltyka hat, von Reue geplagt, über den Vorgang genaue Angaben gemacht und als Haupttäter den Speisewirt, früheren Roßschlächter und Fleischergesellen Liberka bezeichnet. Letzterer hat sich dadurch besonders verdächtig gemacht, daß er seit dem 15. — kurz nachdem ihm Kioltyka mit Enthüllungen gedroht — verschwunden ist. Kioltyka ist dem Gerichtsgefängnis zugeführt worden, seine Frau, die ebenfalls festgenommen worden war, wurde vom Gerichte entlassen, da sie zur Zeit der Tat nicht mit ihrem Manne zusammenlebte. Der Ermordete soll der Arbeiter Josef Brunner aus Scharley sein, der seit dem Februar des vorigen Jahres abgängig ist; als Ursache der Tat wird Rachsucht angegeben. Der Mörder Liberka ist am 19. d. M in Scharley verhaftet worden." — »Der oberschlesische Wanderer" ergänzt diesen Bericht durch die Mitteilung, daß Brunner nicht das einzige Opfer Liberkas war, sondern daß letzterer auch verdächtig ist, noch drei andere seiner früheren Stammgäste umgebracht zu haben. 4h Königsdorff- Jasirzemb, 10. März. Die in dem Soolbade Königsdorff-Jastrzemb im Jahre 1890 gegründete Kinderheilstätte soll im Mai wieder eröffnet werden. Diese Anstalt, die bereits für viele Kinder eine Quelle des Segens geworden, zeichnet sich durch ihre hervorragende Gemeinnützigkeit aus, indem sie unbemittelten Kindern ganze oder halbe Freistellen gewährt, und bemittelte Kinder gegen Zahlung der Selbstkosten aufnimmt. Nähere Auskunft erteilt der Vorsitzende der Anstalt, Rabbiner vr. Wilhelm Münz in Gleiwitz. < Lissa, 10. März. In der hier am 25. v. Mts. abgehaltenen Mitglieder-Versammlung erstattete Herr Justizrat Nürnberg einen ausführlichen Bericht über die Delegierten- Versammlung und besprach die einzelnen Punkte der Tages-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.