Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1907)
- Article
- Zu dem Kapitel "Die Juden als Soldaten"
- Date
- 1907-02-01
- Page
- 138 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2316602-2316753-2316756-2337840--16115-2337936- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zw deutschen Reich. 138 burger, der im 114. Regiment den Feldzug 1870/71 mitgewacht hat. Nach seiner Rückkunft vom Feldzüge gründete er mit zehn seiner Kameraden den Gailinger Kriegerverein, dem er viele Jahre als Präsident Vorstand. Ein zahlreiches Gefolge von nah und fern begleitete den Verblichenen zur letzten Ruhe. Am Grabe sprach Dr. Spitz im Namen der Gemeinde, dann verlas der jetzige erste Vorstand des Kriegervereins, Zollverwalter Schmidt, die Personalien und knüpfte an diese einen warmen Nachruf. In der Geschichte des Regiments wird nach diesem Bericht der Dahingeschiedene zwei Mal ausdrücklich in folgender Weise erwähnt- Es heißt dort: 1. „Im Gefecht bei Colmar sind der Unteroffizier Koch, der Gefreite Harburger und .... durch die Jll gewatet und haben die Franzosen von der Brücke vertrieben und diese frei gemacht. 2. Harburger meldete sich nach der größten Anstrengung und in den schwierigsten Lagen stets zu freiwilligen Patrouillen und gefährlichen Rekognoszierungen und zeichnete sich dabei aus." Wie uns von Herrn A. Griesbach in Beverungen mitgeteilt wurde, hat er sich bei dem Kommandeur des Infanterie Regiments Nr. 83 darüber beschwert, daß sein Sohn, der in der 8. Komp, in Cassel als Einjährig-Freiwilliger gedient hat, nicht zum Gefreiten befördert worden ist. In einem zweiten Schreiben wies Herr Griesbach auf antisemitische Aeußerungen des Hauptmanns Stropp hin, die mit der Nichtbesörderung des Einjährigen, der nach dem Zeugnis des Kommandeurs im Dienst gewissenhaft und pflichtgetreu war, im Zusammenhang zu stehen scheinen. Darauf erhielt Herr Griesbach folgenden Bescheid: „Bon Ihrem Schreiben betreffend die Aeußerungen des Herrn Ha lptmann Stropp habe ich Kenntnis genommen und den Herrn zur Rechenschaft gezogen. Außerdem habe, ich Maßregeln getroffen, daß ich hoffe, daß Derartiges für die Zukunft nicht wieder vorkommt. v. Schlabrendorff, Oberst und Regiments-Kommandeur/ Den Nereiusmitglitderrr geht diese Zeitschrift unentgeltlich jit. Monnememspreis für Richtweinsmitglieder: pro Jahr z IRR. Preis der Rummett ZS Pfennig. NeDakrions - Bureau des (Lenrral-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens: Berlin SW. 68, Lirrdenstr. 18, II. Fernsprecher Amt IV, Nr. 7079 Nrrantrrrnrtlrib für Red rsfti mt «nh N-vl rrnr* AI« F»