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Im deutschen Reich · 1907-01-01 · Heft 1 (Januar 1907) · p. 68

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 1 (Januar 1907)
Article
Hannover
Date
1907-01-01
Page
68 (sequence 2)
Language
German
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Im deutschen Reich. m worden, von denen nur ein geringer Bruchteil abgesprungen ist^ W sind ihrem Berus treu geblieben, etwa 25 erfüllen ihre Militärpflicht, andere haben in letzter Zeit keine Nachricht von sich gegeben. Die Anstalt steht mit ihren weiften ehemaligen Zöglingen in regelmäßigem Briefverkehr. Aus Zahlreichen Mitteilungen der jungen Leute geht hervor, daß sie mit ganzem Herzen an ihrem Berufe hängen und mit ihrem Verdienst Zufrieden find^ Aachen, 15. Dezember. In einer kürzlich hier inr Kaiserhof stattgehabten zahlreich besuchten Versammlung des „Gemeindevereins" hat nach Beratung verschiedener Angelegenheiten der hiesigen Synagogen-Gemeinde der Vorsitzende^ Herr Hirsch, die Bedeutung des angeregten korporativen Anschlusses des Gemeindevereins an den Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eingehend erörtert. Sodann richtete Herr Gustav Blumenau in beredten Worten einen Appell an die Anwesenden, auch für ihre Person die Mitgliedschaft Zu erwerben, da es Pflicht eines jeden deutschen Juden sei, einen Verein zu unterstützen, der ein mächtiges Bollwerk der Abwehr antisemitischer Gelüste darstelle. Der sehr empfehlenswerte korporative Anschluß des Vereins solle um so weniger den Anschluß der einzelnen Mitglieder verhindern, als jedes Mitglied, wenn es auch nur einen Miniwalbeitrag Zahle, allmonatlich die Zeitschrift ^Jm deutschen Reichs ohne Nachzahlung erhalte, eine Zeitschrift, die ein beachtenswerter Sawwelpunkr für jüdische Studien und Aufsätze und durch ihren Nachrichtendienst ein Quellenwerk für die Geschichte der judenfeindlichen Bewegung geworden sei. Diese Darlegung wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen, und ohne Debatte zunächst der korporative Anschluß des Gemeindevereins Aachen beschlossen. # Geldern, 15. Dezember. Der Versuch des ^Deutschnationalen Handlungsgehilsen-Verbandes", hier eine Ortsgruppe zu gründen, der vor einigen Jahren insofern mißglückte, als die damals gegründete Ortsgruppe nach kurzem Bestehen wieder einging, ist hier kürzlich wiederholt worden. Im Wandersschen Saale fand eine von etwa 70 Personen besuchte Versammlung statt, in der der Verbandsredner, Herr Paul Ellerding aus Köln, einen Vortrag über das Thema „Der Handlungsgehilseu- Verband — eine Notwendigkeit" hielt. In der sich anschließenden Debatte trat Herr Karl Kaufmann dem Redner entgegen, verwies auf die in den anderen Verbänden bestehenden groß-

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