Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1906)
- Article
- L. B., Berlin, C. J. Wesel
- Date
- 1906-12-01
- Page
- 736 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2316602-2316740-2316752--15847-2337618- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Wesel 1× ep/1045997
OCR text
736 3m deutschen Reich. Gemeinde Vublitz die Namen von drei in jenen Kämpfen Gefallenen, Heiman Arndt und SüßeL Arndt (beide im 1. pom. Jns.-Reg. Kronprinz von Preußen) und Aron Simon (vom 3. pom. Ulanen-Reg.) bekannt find. Aehuliches erfahren urir vom Niederrhein; von dort werden uns genannt: Moritz Mendel aus Moers, R. Frank aus Mettmann, Seelig Simon aus Wesel. Aus der letzteren Stadt stammten noch zwei jüdische Freiwillige: A. Bendix, der während der französischen Okkupation als Ordonnanz bei Napoleon I, später als Freiwilliger im preußischen Heere diente, und Zacharias Zaudp, der 1809 von den Franzosen ausgehoben wurde, später als Freiwilliger mit den bergischen Truppen bei Waterloo mitkämpfre und dann mit in Paris einzog. Das Kapitel „Die Juden als Soldaten" scheint demnach sehr erweiterungsfähig zu sein. D. £♦, Magdeburg. Zum Jubeln ist gar kein Grund, denn dadurch, daß einige längst getaufte Judeusprößlinge geadelt, ein Bankdirektor jüdischer Abstammung zum Kolonialdirektor ernannt wurde, wird die Lage der deutschen Juden in keiner Weise günstiger gestaltet. Der angebliche neue Kurs zeigt ein ganz anderes Gepräge, als Sie anzunehmen scheinen; was auf der einen Schale liegt, wird reichlich ausgewogen durch weit mehr Ernennungen, die den Antisemiten zur größten Befriedigung gereichen müssen, Bailleu wurde Archivdirektor, Jrmer Ku-, rator von Greifswald und der bekannte Kandidat der rechtsstehenden Parteien im 2. Berliner Wahlkreise, Professor Di\ Adolf von Wenkstern, erhielt einen Ruf als Ordinarius für Staa-swlsscnschasten an der Universität Breslau. Lapisnti 82t! O. R>, Breslau. Der Unglücksfall auf dem Schlachthofe zuMpslowitz hat sich nicht, wie Sie annehmen, in dem Augenblick ereignet, als die Schußmaske dem Pferde aufgelegt wurde sondern ist durch eine Spielerei mit dem gefährlichen Werkzeug verursacht worden. In der Annahme, daß die Maske nicht geladen sei, ist sie dem Bierverleger Schneider scherzweise auf den Kopf gelegt worden und hat diesen durch die Entladung getötet. Immerhin werden die Mpslowitzer durch den traurigen Vorfall die Lull verloren haben, mit der Schußmaske weiter zu hantieren. Die Antisemiten in den Tierschutzvereinen müssen schon etwas anderes erfinden als die Schußmaske, wenn man an ihre „Humanität" glauben soll. Auf sede Schußmaske sollte man