Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1906)
- Article
- Stadtoldendorf
- Date
- 1906-12-01
- Page
- 734 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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734 Im deutschen Reich. Herr Fabrikbesitzer Matzdorff am Grabe einen Kranz nieder und widmete dem dahingeschiedenen Vorsteher einen ehrenden Nachruf. * X Berlin, 10. November. (Verspätet eingegangen.) Die Verbindung im K. C. „Spreyia“ Zu Berlin hat am 22. Oktober ihr 12. Stiftungsfest gefeiert. Gleichzeitig j fanden aus Anlaß des 10 fahrigen Bestehens des Kartell-Konvents der Tendenz-Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens Beratungen und Festlichkeiten statt. Die Beratungen, bei denen die dem Verbände ungehörigen Korporationen vertreten waren, Zeitigten u. a. die Gründung eines Verbandsorgans, die Aufnahme der Verbindung Viadrina Zu DarmstadL und eine andere Fassung des Tendenzparagraphen, die wir im nächsten Hefte dieser Zeitschrift mitzuteilen gedenken. < Göppingen, 21. November. Im 77. Lebensjahre ist hier am 18. d. M. Herr Salomon Ottenheimer verstorben/ der als Vertrauensmann des Central Vereins und Mitglied des Landesausschusses für Württemberg sich um unsere Sache verdient gemacht hat. Ehre seinem Andenken! ± Fürth, 12. November. Im Alter von 81 Jahren ist hier der frühere liberale Landtagsabgeordnete Justizrat Gunzenhäuser, der verdienstvolle langjährige Vorstand der isr. Kultusgemeinde und 1. Vorsitzende des isr. Landesvereins, verstorben # Petersburg, 8. November. Die „Petersb. Telegr.- Agent." meldet: „Einige Zeitungen haben die Nachricht eines Wiener Blattes weitergegeben, in russischen Regierungskreisen halte man auf den Bericht des Finanzministers Kokowzew hin den Zeitpunkt, eine Entscheidung über die Judenfrage zu treffen, für verfrüht und habe beschlossen, die Einbringung eines bezüglichen Gesetzentwurfes aufzuschieb en. Diese Meldung beruht auf Erfindung. Die erwähnte Frage ist überhaupt noch gar nicht vom Ministerrat in Erwägung gezogen worden;' dieser wird sich erst in den nächsten Tagen damit beschäftigen." ♦ Warschau, 10. November. Der jüdische Kaufmann Berel Maslanka, der zum Getreideeinkauf kürzlich auf der Reise war, beschloß, um nicht aus dem Heimwege überfallen zu werden, in Morawice zu übernachten. Der Gastwirt wies ihm eine Schlafstelle im Wohnzimmer an und nahm 300 Rbl. in Empfang,