Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1906)
- Article
- [Ohne Titel] / Herzfeld
- Date
- 1906-12-01
- Page
- 718 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- address
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2316602-2316740-2316752--15787-2337600- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
718 Im deutschen Reich. beteiligt hat. Wir werden diesem treuen Mitglieds stets ein ehrendes Andenken bewahren. Von dem Kgl. Amtsgericht Gleiwitz istuns am 27. Oktbr. d.Js. mitgeteilt worden, daß der am 15. Septbr. d. Js. verstorbene Landgerichtsrat Max Hirschel in Gleiwitz in seinem Testament unsern Verein, dem er seit 8 Jahren als Mitglied angehörte, mit einem Legat von Fünfhundert Mark bedacht hat. Den Namen dieses treuen Vereinsmitgliedes werden wir zum bleibenden Gedächtnis in die Liste unserer immerwährenden Mitglieder eintragen. Korrespondenzen. < Berlin, 20. November. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1905 hat einige bemerkenswerte Ziffern auf dem Felde der Konfessionsstatistik ergeben. Die Endziffern ergeben für das Königreich Preußen: 1900 1905 Evangelische 21 817 577 23 311 502 Katholiken 12113 670 13 352 111 Andere Christen 139 127 182 533 Juden 392 322 109 501 Andere und ohne Angabe 9 813 7 311 Die Zahl der Juden zeigt zwar eine absolute Steigerung, ist aber im Verhältnis zu der Steigerung der Zahl der Gesamtbevölkerung auffallend gesunken — von 1,11 auf 1,10. Die Annahme, daß der geringe Zuwachs der Juden an Kopfzahl hauptsächlich auf Auswanderung, sowie auf den zahlreichen Uebertritten zu anderen Bekenntnissen beruht, läßt sich mit den darüber bekannt gewordenen Ziffern keineswegs in Einklang bringen. Dagegen scheint die Annahme der „Jüdischen Presse" zutreffend, daß die prozentuale Abnahme der Zahl der preußischen Juden auf die niedrige Geburtsziffer, die glücklicherweise durch eine verhältnismäßig niedrige Sterblichkeitsziffer teilweise aus-