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Im deutschen Reich · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. 476

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Leipzig
Date
1906-07-01
Page
476 (sequence 2)
Language
German
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476 Im deutschen Reich. durchzusetzen". Es wird uns rnitgeteilt, daß, abgesehen davon, daß der Verband Deutscher Handlungsgehilfen in Leipzig überhaupt politische und konfessionelle Verschiedenheiten innerhalb seiner Mitglieder nicht kennt, diese Unterstellung vollständig unwahr und erfunden ist." X Stuttgarts 1. August. In dem uns freundlichst zur Verfügung gestellten Logenheim hat eine Sitzung des hiesigen Ortsausschusses des Central-Vereins am 30. Mai d. I. stattgefunden. Die Anwesenden sprachen sich einstimmig für die Gründung eines Württembergischen Landesverbandes aus, der vorwiegend Propagandazwecken dienen soll. Man ging davon aus, daß bei der derzeitigen Größe des Vereins die erwünschte weitere Ausbreitung nur durch eine Dezentralisation der Propagandaarbeit erfolgen könne, wobei jedoch ausdrücklich betont wurde, daß die Einheitlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands durch die Gründung des Landesverbands keinen Abbruch erfahren dürfe. Die Zusammensetzung des Landesverbands oder „Landesausschusses", wie man ihn vielleicht nennen wird, ist so gedacht, daß er sich aus den Vertrauensmännern des Central-Vereins an denjenigen württembergischen Orten, welche mindestens zehn Mitglieder Zählen, zusammensetzt, und daß Orte mit mehr als 50 Mitgliedern einen Vertreter in den Ausschuß senden sollen. Die Vertrauensmänner an Plätzen mit weniger als 10 Mitgliedern sollen berechtigt sein, an den Sitzungen mit beratender Stimme teilzunehmen. Die konstituierende Sitzung des Landesausschusses soll erst im Herbst stattfinden, da die Reisezeit begonnen hat. Die Delegierten aus den verschiedenen württembergischen Städten werden sich dann über die endgültige Zusammensetzung selbst zu entscheiden haben. Wie notwendig jedoch in Württemberg die Begründung einer Propagandazentrale ist, beweist am besten der Umstand, daß wir in einer der größten Gemeinden, in Rexingen, erst ein Mitglied besitzen. Die Versammlung vom 30. Mai sprach sich auch dahin aus, daß die werbende Kraft der Vereinszeitschrift vielleicht dadurch gesteigert werden könne, daß dieselbe den fortlaufenden Geschicken der Juden in der ganzen Welt eine etwas breitere Darstellung zu teil werden lasse als bisher. Natürlich ist dies eine Frage, die nur von der Redaktionskommission entschieden werden kann. Der Stuttgarter Ortsausschuß, der in der erwähnten Sitzung

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