Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1906)
- Article
- Wien
- Date
- 1906-05-01
- Page
- 335 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefkasten der Redaktion. 335 Geschäft ist der Antisemitismus immer, sogar auf den Bergen, wo die Freiheit wohnt." Der Redaktion der „Monatsschrift der Oesterreichisch- Jsraelitischen Union" wird aus Budapest berichtet: „Dem neuen ungarischen Justizminister Polomst wurde seitens mehrerer antisemitischer Organe seine angebliche jüdische Abstammung Zum Vorwurfe gemacht. Einem Interviewer gegenüber äußerte sich Polonyi über diese Angriffe: „Ich war niemals Jude, betone aber, daß ich es keineswegs bedauern würde, wenn ich einer wäre." KrrefKasterr der Redaktion. H. N., Berlin. Es wäre wohl zwecklos, uns wegen der mit einer überaus taktlosen Ueberschrift versehenen Notiz mit dem Redakteur und Verleger des Organs des „Schutzvereins der Zeitungsverleger", Herrn G. Laudien in Leipzig, in eine Polemik einzulassen. Die jüdischen Abonnenten der „Internationalen Vereins-Zeitung" werden die fette Ueberschrift „Jüdische Geschäftskniffe", mit der Herr Laudien einen Bericht über eine Schwindelei eines Krakauer Händlers namens Windisch veröffentlichte, kaum übersehen haben. Ob Windisch in Krakau wirklich Jude ist oder nicht, ist dabei gleichgültig; jedenfalls hatte sein Religionsbekenntnis mit seiner geschäftlichen Praxis nichts zu schaffen. Wenn aber die jüdischen Mitglieder des „Schutzvereins der Zeitungsverleger" es sich gefallen lassen, daß Herr Laudien diese Praxis als eine „jüdische" zu bezeichnen beliebt, ist das eben ihre Sache. C. R., Berlin. Der von der „Deutschen Tageszeitung" am 29. April veröffentlichte Artikel „Das Nobel-Institut in Gefahr" schreibt unfern Glaubensgenossen in Schweden eine Rolle zu, die ihnen niemand zumuten wird, der mit schwedischen Verhältnissen vertraut ist. Daß die Verfasserin des Artikels, Olga Müller - Stockholm keine Skandinavierin ist, besagt sowohl ihr Name als auch die Tendenz ihrer Ausführung. So denkt man, wenn man