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Im deutschen Reich · 1906-04-01 · Heft 4 (April 1906) · p. 271

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 4 (April 1906)
Article
C. G., Berlin
Date
1906-04-01
Page
271 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. 27 i befangene Leser den Eindruck bekommen soll, daß der Träger des Judennamens gegen die deutschnationalen Interessen handelt. So nennt sie den Namen des deutschen Gutsbesitzers M., der sein Gut im Kreise Znin an einen Polen verkauft hat. Er heißt nach der „T. R." Morgenstern. Sie deutet zugleich an, .daß Morgenstern Jude sei. Herr Morgenstern ist aber evangelisch und nicht jüdischer Abstammung, gerade wie Herr Plehn, der kürzlich sein westpreußisches Gut ebenfalls an einen Polen verkaufte. Fein vornehm antisemitisch ist aber doch garschön." — Wir teilten am 11. v. Mts. der Redaktion der „Täglichen Rundschau" höflich mit, daß der von ihr als „jüdisch" bezeichnete sächsische Landtagsabgeordnete Goldstein kein Jude sei, sondern erst evangelisch gewesen und dann Dissident geworden sei. Davon haben die Leser der „Täglichen Rundschau" aus dieser bis heute noch nichts erfahren. W. C. Berlin. Das „Eingesandt" ist zur Aufnahme ungeeignet. Das Manuskript steht zu Ihrer Verfügung, wenn Sie uns Ihre genaue Adresse angeben. A. C. K. L. und andere. Wir bedauern selbst mit Ihnen, daß wir für die Rießer-Feier keinen größeren Saal zur Verfügung hatten, und infolgedessen manche unserer Mitglieder, die zu spät kamen, keinen Einlaß mehr finden konnten. Sie irren aber in der Annahme, daß wir unter den Mitgliedern irgendwelche Unterschiede gemacht haben. Die blauen Karten waren lediglich für die Vorstandsmitglieder, für die nur die beiden ersten Stuhlreihen reserviert waren, bestimmt, während die roten Karten eine Anzahl von Ehrengästen zum Eintritt berechtigten, für die entsprechende Plätze auch nur bis zum Beginn der Feier reserviert waren. Um 8 V2 Uhr wurden selbst die von den Ehrengästen noch nicht eingenommenen Plätze freigegeben. Bei der überaus großen Mitgliederzahl, die wir in Berlin haben, werden sich immer gewisse Schwierigkeiten ergeben, doch wird unsere Fest-Kommission bei zukünftigen Gelegenheiten gern erneut in Erwägung ziehen, wie Slörungen am besten vermieden werden. M. S, Breslau. Wir geben Ihre Mitteilung hier wörtlich wieder, trotzdem wir dafür keine Verantwortung übernehmen, bevor Sie uns nicht die Namen der Beteiligten nennen, wann und wo die betreffende Aeußerung gefallen ist und ob der Betreffende auf der Stelle eine Zurechtweisung erfahren hat oder nicht. Sie teilen uns mit:

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