Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 3 (März 1906)
- Article
- C. L., Berlin
- Date
- 1906-03-01
- Page
- 209 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefkasten der Redaktion. 209 Düsseldorf am Strand des Rheins, Kriegerdenkmal Halls noch keins, doch den Juden kam's in Sinn: hier muß unser Heine hin. muß ein Denkmal haben. Vater Rhein fing an zu wettern: meinen todesmutigen Rettern Zollet ihr noch keinen Tank! Jetzt dem Juden? Seid ihr krank? Ich will euch kuranzen! Meint ihr, weil er mich besungen, liebt ich diesen Juden- Jungen? Mir kann er gestohlen sein, samt den süßen Mauschetellu von der Laura Levy. Doch am andern Tag o Jammer, schreibt ihm Exzellenz Puttkamer: für den frechen Judenwicht hat der preußische Fiskus nicht einen zollbreit Landes! Formt ihn aus Fäkalgesteine, rücklings sitzend aus llrem Schw -ane, das den Purzel taktvoll regt, während er die Lyra schlägt, unser „deitscher Heine". Wie rief derartige Gegner non dem Dichter des wunderbaren Liedes „Du bist wie eine Blume" verachtet worden sind, ist bekannt. Erinnern Sie sich nur an jenes Sonett, indem er von ihnen sagte: „Damit Halunken, die heuchelnd in Charaktermasken prunken, nicht glauben, ich sei einer von den ihren!" Weil er nicht der ihre ist, deshalb ist er der unsere, und weil er der unsere war und geblieben ist, deshalb gönnen sie ihm kein Denkmal. Er bedarf dessen nicht: Er hat Monumente sich selber erbaut In der Sprache der Nibelungen, In Liedern von wundersüßem Laut, Wie schöner sie niemals erklungen! K. yir Breslau. Die Ihnen im Februarheft an dieser Stelle erteilte Auskunft bedarf insofern der Berichtigung, als der zum Sektionsches im schwedischen Marineministerium, Sohn des vor 2h'2 Jahren verstorbenen Rabbiners Dr. Wolfs in Gothenburg nicht Gundrin, sondern Henrick Wolfs heißt. Unser geschützter Vertrauensmann in Thorn, Herr D. Wolfs, dem wir diese Mitteilung verdanken, ist ein Vetter des jetzt im Generalsrang stehenden Selnonschess, dessen Vater Rabbiner in Gothenburg, und dessen Großvater, ein berühmter Tnlmudist, Oberrabbiner in Meseritz war. O. Th., Stettin. Das Bewersche Gedicht „Russisch will man mit Euch sprechen" war uns bekannt, ehe es die dortige „Deutsche Hochwacht" veröffentlichte, hat uns aber völlig kalt