Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 3 (März 1906)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1906-03-01
- Page
- 200 (sequence 1)
- Language
- German
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200 3di deutschen Reich. N§r§lttSNKchmchtFn ||p|ie am 2(5. Februar 1906 im großen Saale des „Langenbeck-Hauses" in Berlin abgehattene, zahlreich besuchte ordentliche Mitglieder-Versammlung, eröffnete der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Rechtsanwalt Da. Horwitz, mit einem mit lebhaftem Beifall aufaenommenen Hinweis auf das Fest im Kaiserhause; er gab dabei dem Wunsche Ausdruck, daß dem hochbegabten Oberhaupts des Reiches und Staates sein seltenes Familienglück erhalten bleibe, und daß ihm weiter Glück und Heil verliehen sei. Dies werde dann sicher Zum Segen gereichen dem ganzen Vaterlande und damit auch den deutschen Staatsbürgern jüdischen Glaubens. — Hierauf behandelte Herr Justizrat B. Breslauer in einem einstündigen meisterhaften Vortrage das überaus aktuelle Thema: „Die gesellschaftliche Stellung der Juden in Deutschland" in einer von vielen überraschenden statistischen Nachweisen unterstützten und von einer so gediegenen Beurteilung der ernsten Sachlage zeugenden Weise, daß diese Darlegungen, auf die wir in einem der nächsten Hefte Zurückkommen, einen Liefen, nachhaltigen Eindruck erzielen mußten. Da die Arbeit nicht durch eine gekürzte Wiedergabe unvollständig Zur Kenntnis unserer Vereinsmitglieder gelangen soll, behalten wir uns vor, den vollen Wortlaut des Vortrages in einem der nächsten Hefte unserer Zeitschrift zu veröffentlichen. Im Namen der Versammlung, die bereits mit langanhaltendem Beifall den Redner belohnt hatte, sprach diesem der Vorsitzende in herzlichen Worten den Dank des Central- Vereins aus und veranlaßte die Anwesenden dieser Empfindung durch Erheben von den Sitzen Ausdruck zu verleihen. Sodann erhielt Herr Rechtsanwalt Dr. Brodnitz das Wort zur Begründung eines Antrags des Vorstandes, den Ausbau der Organisation des Vereins betreffend. Der Referent führte dabei aus, daß der Vorstand feit langer Zeit bemüht gewesen sei, eine engere Fühlung mit den Mitgliedern in der Provinz herzustellen und dadurch die Zahl derer, von denen er praktische Mitarbeit zu hoffen habe, wesentlich zu vermehren. Als vor einem Jahre der Vorstand der Hamburger