Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. 550

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
[Ohne Titel]
Date
1905-10-01
Page
550 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
address
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316727-2316737--14343-2335747
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

550 Im deutschen Reich. Bureau-Räume eine leichtere Erledigung der Geschäfte ermöglichen werden. Das Vereiusbureau ist wocheutägiich von 8—1 und 3—7 Uhr geöffnet, am Sabbath und an jüdischen Feiertagen geschlossen. Der Ferusprech-Anschluß ist nicht mehr Amt III: Nr. 5767, sondern Amt IV Nr 7079. Die Vereinskasse befindet sich nach wie vor bei dem Schatzmeister des Central - Vereins, Herrn vr. Ml. I. Ginsberg, N., Oranienburgerftr. 58r I, an den persönlich alle für Len Verein bestimmten Geld- und Einschreibesendungen zu richten sind. Nach mehrmonatlichen Ferien nimmt der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens am 28. Oktober seine Versammlungsrätigkeit wieder auf, diesmal in Räumen, deren stimmungsvolle Ausgestaltung dieser elften Herbstversawmlung eine besondere Weihe verleihen wird, die aber auch durch ihre centrale Lage vielen entfernter wohnenden Veremsmitgliedern die Teilnahme leichter ermöglichen als ein im westlichen Teil der Stadt gelegener Saal. Für diese am Sonnabend, den 28. Oktober a. c., Abends 8V2 Uhr im großen Saale des „Lcmgenbeck-Hcmses", Ziegelstr. 10/11 stattfindende allgemeine Versammlung hat ein um die Abwedrbestrebungen und viele andere jüdischen Angelegenheiten hochverdientes Mitglied des Vorstandes der israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M., Herr Rechtsanwalt Dr. jur. I. Blau, einen Vortrag über „Unsere Frauen" zugesagr. Mit keinem geeigneteren Thema könnte die Central-Vereins - Arbeit wieder ausgenommen werden; denn feit der Begründung unseres Vereins hat es sich fast mit jedem Tage mehr herausgestellt, was unsere Sache rer herzlichen Anteilnahme „unserer Frauen" an unseren Bestrebungen verdankt, daß sie als Gattinnen und Mütter vorzugsweise berufen sind, daran mitzuarbeiten, den Anspruch der deutschen Juden auf eine wirkliche Gleichberechtigung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens als einen vollberechtigten zu erweisen. Unsere erste Vereinsvelsammlung in diesem Herbste sei darum dem Gedanken geweiht: „Ist es den Frauen nicht gegeben, zu stehen in der Kämpfer Reih'n, in der Familie wird ihr Streben der Hort der guten Sache sein!" Die Kinder unseres am 10. v. Mts. dahingeschiedenen, allverehrten Vereinsmitgliedes, Herrn Geh. Sanitätsrats Dr. M. Wiesenthal, haben zum bleibenden Andenken an ihren Vater und zur Förderung

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.