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Im deutschen Reich · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. 545

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
Posen
Date
1905-10-01
Page
545 (sequence 2)
Language
German
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Korrespondenzen. 545 hatte die Herren Stadträte Grüder, Schweiger und Kantorowicz abgeordnet, welche die Glückwünsche der Stadtgemeinde überbrachten; hierbei wurde ein prachtvolles Blumen-Arrangement überreicht. Die Frauen der Gemeinde haben zur Feier des 70. Geburtstages der Frau Rabbiner, welche a!s Begründerin und Vorsitzende des Vereins „Frauenhilse" zahlreichen kranken Frauen und Kindern Hilfe in der Not verschafft hat, eine Stiftung für Säuglinge und kleine Kinder begründet. Der Central-Verein, der Herrn Gemeinde-Rabbiner Dr. Feilchenseld seit Jahren zu seinen Mitgliedern zählt, hat dem Jubilar ein herzliches Glückwunsch.Schreiben übersandt. co Güssen, 1. Oktober. Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers in Griefen, ist der erste Vorsteher der hiesigen Synagogen-Gemeinde, Herr Stadtrat Gimktewicz, durch Verleihung des Roten Adler-Ordens ausgezeichnet worden. ^>KroLoschin, 2. Oktober. Der Stadtälteste der Stadt Krotoschin und Ehrenbürger der Stadt Jaratschewo, Kommerzienrat Markus Hepner, ist im 81. Lebensjahre hier am 21. vor. Mts. plötzlich verschieden. In weiten Kreisen der hiesigen Stadt und insbesondere der jüdischen Gemeinde ist der Verstorbene segensvoll wirksam gewesen und wird sein Andenken in dankbarer Erinnerung bleiben. Dem Central- Verem, dem mehrere Mitglieder seiner Familie schon früher angehörten, trat Kommerzienrat Hepner noch im hohen Lebensalter bei, so daß wir ihn auch zu den Unfern zählen dursten. Er ruhe sanft! -f- HUdesheim, 1. Oktober. Ein eifriges Mitglied des Central- Vereins, der praktische Arzt, Herr Dr. Joseph Baßfreuud, ist hier vor einigen Tagen sanft entschlafen. Der Dahingeschiedene, ein Bruder des Oberrabbiners Dr. Baßfreund in Trier, war ein Mann von gediegener Geistes- und Herzensbildung, dem ein ehrendes Gedächtnis gesichert ist. iii Norden, 2. Oktober. Das „mehr ungezogene als ernst Zu nehmende Gebahren gegen die Fleischnot" — mit dreien Worten wagt das amtliche Kreisblatt für den Kreis Norden, der „Ostfriefische Courier", die tiefgehende Bewegung im deutschen Volke gegen den Fleischwucher der Agrarier zu bezeichnen — „birgt auch in Bezug auf die drohend ihr Haupt erhebende Cholera ernste Gefahren. Denn mit der Oeffnung der Grenze kommen nicht nur russische Schweine, sondern auch — russisch-polnische Juden über die Grenzen!" Der Ausschuß des Reichsgesundheitsrates hat zwar als zweifellos hingestellt, daß die Cholera durch russische Flößer eingeschleppt wurde, aber das amtliche Kreisblatt weiß es besser: „Viel gefährlicher sind in ihrer unglaublichen Unsauberkeit die russisch-polnischen Juden." Wie man in frühersn Zeiten die Pest auf Brunnenvergiftung durch Juden

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