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Im deutschen Reich · 1905-02-01 · Heft 2 (Februar 1905) · p. 116

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 2 (Februar 1905)
Article
C. M., Berlin
Date
1905-02-01
Page
116 (sequence 2)
Language
German
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116 Im deutschen Reich. Mannheimer Geschäft die Juden gerade zu meinen besten Gästen zähle. Mit vorzüglicher Hochachtung Theodor Feilbach, Inhaber der Städtischen Festhalle (Rosengarten), Mannheim." , L. M., Charlottenburg. Sie haben sich durch die Behauptung eines hiesig-n Blattes, daß das Standesamt in Wilmersdorf Geburtsscheine nur dann unentgeltlich ausgibt, wenn cs sich um getaufte Kinder handele, zu einer irrigen Annahme veranlaßt gesehen. Eine solche „Judenstmer in der Bannmeile von Berlin" hätten Sie sofort für undenkbar halten müssen. Tatsächlich fordert das „Wilmersdorfer Standesamt" wie jedes andere deutsche Standesamt von Juden und von Christen für ein „Geburtsattest" eine halbe Mark. Es gibt aber außerdem „Geburtsscheine", die nur für die Taufe bestimmt und kostenlos sind. Dr. O. S., Magdeburg. Ihre „Harzreise im Winter" muß sehr genußreich gewesen sein. Vom Antisemitismus war übrigens auch selbst bei der Gluthitze des verflossenen Sommers im Harz wenig zu spüren. Die wenigen von dieser Bewegung beglückten Kurhäuser laffen sich ohne Mühe und ohne Schmerz vermeiden, da sie sich selbst kenntlich machen. Wir machen Sie bei dieser Gelegenheit auf ein Inserat in der Nr. 576!! der „Berl. Kirn. Wochenschrift N. 48/1904 aufmerksam, wonach bei „Frau Di-. Kübel, Hasserode bei Wernigerode, nur Gäste christlicher Konfession Aufnahme finden." Hamburg. Wir haben wegen der angeblichen Aeußerung des Alster-Pavillon-Pächters uns an diesen Herrn selbst gewandt und von ihm einen Bescheid erhalten, der keinen Zweifel daran zuläßt, daß die in der Aufregung erfolgte Aeußerung von keiner antisemitischen Anwandlung veranlaßt worden ist. Herr H. schreibt uns: „Mein Lokal wird täglich von etwa 3000 Personen besucht, von denen 80 Prozent dem jüdischen Glauben angehören. Viele davon sind mir liebe Stammgäste und ich habe keine Ursache, auch nur einem meiner Gäste seines Glaubens wegen den Besuch meines Lokals zu wehren. Ein jeder Mensch, ob Jude oder Christ, ist mir gleich lieb als Gast." — Dies ist uns von jüdischen Besuchern des Alster-Pavillons bestätigt worden. Von einem Vereinsmitgliede wird uns geschrieben: Wie der „Alldeutsche" Professor Haste „Geschichte" schreibt, zeigt er in seinem neuesten Werke „Das Deutsche Reich als Nationalstaat'' — München, Lehmanns Verlag 1905. Tort bezeichnet er (S. 145) es als literarhistorische Fälschung, daß Gustav Karpeles bei einem Abdruck einer Abhandlung unseres großen Feldmarschalls Moltke „über

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