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Im deutschen Reich · 1905-01-01 · Heft 1 (Januar 1905) · p. 53

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 1 (Januar 1905)
Article
A. R., Berlin
Date
1905-01-01
Page
53 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. 5S Meinungsäußerungen über diese Angelegenheit nicht das geringste zu tun. Ein „antisemitischer Rechtsanwalt", wie Sie mich bezeichnen, bin ich nichts — Es soll auch in Berlin Kollegen des Herrn Mannhardt geben, die sich geschwind dagegen verwahren, „antisemitische Rechtsanwälte" zu sein. 0.33., Berlin. Wir danken Ihnen für die gefällige Uebersendung des „Tweede Blad van het Nieuw Jsraelietisch Weekblad". Besonders interessierte uns die nachstehende Notiz aus Arnheim: „Herr Stadtrat Wolfs hat seine Anregung, die Ratsversammlungen an einem andern Tage als am Sonnabend zu halten, von gutem Erfolge gekrönt gesehen. In einer unlängst abgehaltenen RaLZversammlung ist sein Antrag angenommen worden, und sollen nun die Ratsversammlungen stets Montags abgehalten werden." G. M., Posen. Die „ Staatsbürger-Zeitung", die dem Ofstzierkorps bereits Vorschriften über den Besuch jüdischer Warenhäuser machte, gestattet sich auch, über das Verhalten der Reserveoffiziere bei Wahlen in antisemitischem Sinne Kritik zu üben. Sie schreibt: „Bei den letzten SLadtverordnetenwahlen in Schleppe kam es zur Stichwahl zwischen einem Juden und einem Gutsbesitzer. Der Jude wurde gewählt. Dieses Resultat war nur dadurch möglich, daß ein Gutsbesitzer und Oberleutnant der Reserve seine Stimme zugunsten des Juden abgab. — Und da klagen unsere Hebräer immer über Antisemitismus im Osfizierkorps!" — Herr Bruhn weiß ganz genau, daß bei einer geringeren „Schweigsamkeit" der maßgebenden Kreise und einer offenen Kundgebung des zweifellos innerlich vorhandenen Widerwillens gegen gewisse rohe parlamentarische „Clown-Späße" nach und nach jede Spur des wenig vornehmen Antisemitismus im Osfizierkorps verschwinden würde. L. B., Hamburg. Die mit dem dortigen „Deutschen Blatt" Raabs verschmolzenen „Deuisch-Sozialen Blätter" Liebermanns sind offenbar früher als Sie in den Besitz des betreffenden Verzeichnisses gelangt, da sie bereits am 7. Dezember darüber einen spaltenlangen Artikel brachten, dessen Einleitung wörtlich lautet: „Vom Central- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubes, Ortsgruppe Hamburg.Altona, ist ein Verzeichnis der am 1. November 1904 in Hamburg-Altona wohnenden Israeliten ausgestellt worden: natürlich nicht für Zwecke des „Rntisemitenblättchens", sondern für eigenen, ganz internen Gebrauch. Da es aber neuerdings mehrmals recht windig war, vielleicht auch infolge antisemitischer Regungen bei irgend einem Herrn vom Central-Verem (?) fanden wir das Verzeichnis., kaum daß es fertig war, auch schon auf unserem

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