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Im deutschen Reich · 1904-12-01 · Heft 12 (Dezember 1904) · p. 692

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 12 (Dezember 1904)
Article
L. S., Leipzig
Date
1904-12-01
Page
692 (sequence 2)
Language
German
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692 Am deutschen Reich. ist hauptsächlich ans das Schuldkonto der Juden Dr. Kahser (?) und Dr. Scharlach (?) zu setzen; was an Schuld nachbleibt, fällt zur größeren Hälfte dem Zentrum und der Linken des Reichstages, nur zur kleineren Hälfte der Regierung zu. Wäre hier die Abneigung gegen jegliche koloniale Tat nicht fo groß gewesen, so hätte die Regierung die Initiative nicht Dritten, nicht ausländischen, deutschfeindlichen Dividendenjägcrn zu überlassen brauchen." Im weiteren Verlauf des Artikels wird der „Affefforismus" und „Tropenkoller" mit Wärme gegen den Vorwurf verteidigt, die Kolonialpolitik geschädigt zu haben, wie dies von Leuten, die von einem anderen ähnlichen Koller ergriffen find, nicht anders zu erwarten ist! O. I. U. Wien. Auf direkte Anfrage in der hiesigen Botschaft der Vereinigten Staaten von Nordamerika haben wir den definitiven Bescheid erhalten, daß eine amtliche Bestätigung der Nachricht aus St. Petersburg, wonach nach Rußland reisende amerikanische Juden fortan wie ihre christlichen Landsleute behandelt werden, zur Zeit noch nicht vorliegt. Berichtigung. Auf S. 633 unseres Novemberheftes haben wir Herrn R. L.-Königsberg i. Pr. auf eine Anfrage geantwortet, daß wir die Ernennung des Herrn Professors Dr. Minkowski in Köln deshalb nicht erwähnt härten, weil dieser Herr vor dem Antritt der neuen Stellung seinen Glauben gewechselt habe. Herr Profeffor Dr. Minkowski hat die Richtigkeit dieser Angabe in einer Zuschrift an die „Rheinische Zeitung" in Köln bestritten, und von mehreren Vereinsmitgliedern in Köln und Königsberg ist uns direkt mitgcteilt worden, daß die betreffende Nachricht nach der Versicherung des Herrn Profeffor Dr. Minkowski absolut unbegründet sei. Wir be> dauern lebhaft, Herrn Profeffor Dr. Minkowski ungerecht beschuldigt zu haben, können aber nur versichern, daß wir die Nachricht nicht gebracht hätten, wenn uns diese nicht auf nochmalige Rückftage von sonst überaus vertrauenswürdiger Stelle in Köln bestätigt worden wäre. Ganz sicher vor derartigen Jrrtümern ist keine Redaktion. Das Kölner Gemeindeblatt hat seiner Berichtigung übrigens die Nachricht angefügt, daß Herr Profeffor Dr. Minkowski seine Kinder habe taufen lassen und dies soll in der Tat bereits vor längerer Zeit geschehen sein.

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