Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 11 (November 1904)
- Article
- Bukarest
- Date
- 1904-11-01
- Page
- 627 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Korrespondenzen. 627 um Herrn Dr. Burstin, Vorsitzenden der Jassyer Bnai BriLh Loge, geführt war. Der König nahm das von der Abordnung mitgebrachte Memoire entgegen und unterhielt sich darauf mit den Mitgliedern der Delegation. Dabei betonte Herr Schnuerer, es gebe Juden in Rumänien, welche das Bürgerrecht vergeblich fordern, trotzdem sie von ihrer patriotischen Gesinnung und Treue für die Dynastie glänzende Beweise geliefert haben." Der König antwortete: „Langsam, langsam wird sich alles zum Guten wenden." Die Worte des Königs haben in der hiesigen jüdischen Bevölkerung neue Hoffnungen geweckt. «2* Vereinsnachrichten. Die am 20. Oktober im Logengebäude, Berlin W., Joachimsthalerstraße 13, veranstaltete Versammlung der in Charlottenburg wohnenden Central-Vereins-Mitglieder war so zahlreich besucht, dah der große Festsaal fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Vorstand der Gruppe Charlottenburg, Herr Rechtsanwalt Dr. Friedländer, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungsansprache, in welcher er auf die Erfolge des Central-Vereins und auf die Ehrenpflicht verwies, die Bestrebungen dieses Vereins kräftig zu fordern. Im weiteren Verlauf der Ansprache widmete der Redner dem dahingeschiedenen hochverdienten Charlottenburger Dereinsmitgliede, Herrn Justizrat Staub, einen ehrenden Nachruf, worauf sich die Anwesenden zu Ehren des Dahingeschiedenen von ihren Plätzen erhoben. Dann erhielt Herr vr. meä. Wilhelm Feilchenfeld in Charlottenburg das Wort zu einem Dortrage über „Jüdische Aerzte einst und jetzt". Anknüpfend an Aeußerungen Schleidens und Birchows über die Bedeutung der jüdischen Aerzte aller Zeiten für die Heilwissenschaft, bot der Vortragende eine Fülle geschichtlichen und statistischen Materials, das unverkennbar mit einem wahren Bienenfleiße zusammengetragen war und unwiderlegliche Beweise für die Grundlosigkeit der. zahllosen Angriffe lieferte, welche von antisemitischer Seite fortwährend gegen unsere sich gerade im ärztlichen Stande trefflich bewährenden Glaubensgenossen gerichtet werden. Wir hoffen, das von dem Herrn Vortragenden gesammelte Material, welches bei den Hörern lebhaftes Jntereffe erregte, auch unfern Lesern