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Im deutschen Reich · 1904-09-01 · Heft 9 (September 1904) · p. 502

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 9 (September 1904)
Article
A. M., Berlin
Date
1904-09-01
Page
502 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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502 Hm deutschen JKctcb. Bruhn & Co. im Juli in Arnswalde veranstaltet Hai, haben die Herren Wilhelm Rruhn, Böckler, Kammer und Sommer auch ihrem Unmut tüchtig Luft gemacht. Wenn konservative Männer diese Reden angehört hätten, so würden ihnen wahrscheinlich die Haare zu Berge gestanden haben über den „Patriotismus", den die Herren Bruhn & Co. im Wahlkreise Arnswalde-Friedeberg verbreitet haben und noch verbreiten. .K. G, Magdeburg. Im Königreich Sachsen ist bereits vor 57 Jahren eine staatliche Organisation der jüdischen Gemeinden angebahnt worden, während in Preußen noch immer das „Judenzesetz vom Jahre 1847" Geltung hat, über dessen angebliche Vorzüge die Meinungen mindestens sehr geteilt sind. Nach der kürz, lich venr sächsischen Kultusministerium erlassenen „Verordnung zur Ausführung des neuen Gesetzes über die israelitischen Religionsgemeinden im Königreich Sachsen" ist von der Einrichtung des Religionsunterrichts stets dem Schulvorstande des Ortes, wie auch dem Bezirksschulknspaktor Anzeige zu machen. Oberaufsichtsbehörde ist das Kultusministerium, dessen Genehmigung ferner nötig ist 1. zur Anstellung von Rabbinern und Religionslehrern, 2. zur Erbauung und Einrichtung von Synagogen, gottesdienstlichen Gebäuden und Begräbnisplätzen, 3. zur Ausnahme von Anleihen, zum An- und Verkauf von Grundstücken, sowie zu deren Belastung. R. O., Halle. Die Verhältnisse der „Deutschen Hochwacht" und des „Deutschen Volksbundes" sind von der „Sachsenschau" so oft zum Gegenstand schärfster Kritik gemacht worden, daß wir auch nachstehende Briefkasten-Notiz des Magdeburger Antisemitenblattes auf jene Verhältnisse bezüglich erachten: „St. Sehen Sie, jetzt ist der Skandal wegen der verloren gegangenen Gelder da. Haben wir Ihnen das nicht voraus gesagt? Wat seggst nu? Sie sind noch jung. Aber merken Sie sich für künftig die Lehre:' „Folge nie Großsprechereien, sondern vernünftigen, besonnenen Leuten." Es wird alles so kommen, wie wir es vorausgesagt haben." L. R., Breslau. Es liegt hinreichend Grund vor, bei dem Nufsuchen böhmischer Sommerfrischen besondere Vorsicht zu üben. In dem „Prager Tageblatt" wurde z. B. unter der Ueberchrist „Antisemitische Sommerfrischen" berichtet: „Ein Herr, der in Mukarow bei Rican eine Sommerwohnung gemietet hatte, mußte die Wohnung in Folge antisemitischer Hetzereien und Demonstrationen Knall und Fall aufgeben, trotzdem sein Hauswirt ein katholischer Geistlicher war. Der geistliche Herr war der wüsten Bande gegenüber, die dort ihr Unwesen treibt, nicht im Stande, seinen Mieter

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