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Im deutschen Reich · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. 362

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Gotha
Date
1904-06-01
Page
362 (sequence 2)
Language
German
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362 Im Deutschen gleich. Hubbard, ferner Vertreter der benachbarten auswärtigen israelitischen Gemeinden, die am Bau beteiligten Meister re. Um IIV21U'r traf Se. Exzellenz Herr Staatsminister Hentig ein, worauf der Dm steher der hiesigen Gemeinde, Herr Kommerzienrat Goldschmidt, ein Ansprache hielt, die mit den Worten schloß: „Möge der konsessro rekle Frieden, dessen wir uns bisher erfreuten, auch weiterhin herrschen und die Anhänger aller Glaubensbekenntnisse gemeinsam arbeiten an der gedeihlichen Fortentwickelung des engeren und weiteren Vaterlandes und der Gemeinde Gotha. Das walte Gott." Hierauf antwortete Se. Exzellenz der Herr Staatsminister Hentig folgendermaßen; „Qm Namen Seiner Durchlaucht des Regenten und der Herzoglichen Staatsregierung danke ich zuvörderst für die freundliche Einladung zur heutigen Feier. Jede neue Stätte, die dem Gottesdienst errichtet wird, ist ein ragendes Zeichen für die Unvergänglichkeit des religiösen Sinnes in der menschlichen Natur, ein Denkmal des fortlebenden Idealismus, der nicht aufhört, nach dem Höchsten zu suchen und den irdischen Menschen im tiefsten und innersten Zusammenhang mit dem Ewigen zu denken. Solcher Sinn kann nur im Frieden der Religionsgemeinschaften untereinander gehütet und gepflegt werden. In unserem Lande ist uns dieser Frieden bisher beschieden gewesen; er wird, so hoffe und wünsche ich, auch für ferne, unabsehbare Zeit gewahrt bleiben. Indem ich im Höchsten Aufträge die Glückwünsche Seiner Durchlaucht des Regenten zur Vollendung ihres Werkes der kleinen, aber opferfreudigen Festgemeinde, die treu den Glauben ihrer Väter bewahrt, überbringe, schließe ich mich diesen Wünschen von Herzen an."' — Auf ein an den Erbprinzen zu Hohenlohe-Langenburg in Eoburg abgesandtes Huldigungs-Telegramm der Kultusgemeinde erfolgte nachstehende Antwort: „Kommerzienrat Goldschmidt, Gotha! Ich freue mich mit Ihrer Kultusgemeinde der Vollendung Ihres Gotteshauses nnd danke bestens für den freundlichen mir übersandten Gruß. Erbprinz Hohenlohe." Eisenach, 1. Juni. Der „Eisenacher Tagespost" wurde kürzlich aus Meiningen berichtet: „Die Anklagebank der Meiningischen Strafkammer nahm am 30. April d. I. den Apothekenbesitzer August Schunke, den Dampfschneidemühlenbesitzer Georg Weber, dessen Ehefrau Margarete geb. von Manteuffel, und den Steinbildhauer Heinrich Leipold, sämtlich von Heldburg auf. Am 16. November v. I. gegen Abend kam der israelitische Kaufmann Max Malsch aus Eisenach ins Schühenhaus zu Heldbnrg, um ein

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