Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1904)
- Article
- Crone a. Br.
- Date
- 1904-02-01
- Page
- 119 (sequence 1)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 119 co Crone a. Br., 1. Februar. Der Vorsteher der hiesigen Synagogen-Gemeinde, Beigeordneter Alexander Cohn, beging am 1.8. v. Monats sein 25 jähriges Jubiläum als Magistratsmitglied. In einer besonders anberaumten Festsitzung verwies Herr Bürgermeister Haake auf die Verdienste des Jubilars um die Stadt Crone. welche auch bei einem Festmahle der Stadtverordneten hervorgehoben würden. Herrn Cohn, der 1869 zum Stadtverordneten, 1879 zum Magistratsmitglied und 1896 zum Beigeordneten gewählt wurde, ist bereits im Jahre 1902, anläßlich der Anwesenheit des Kaisers \n Posen, der Rote Adler-Orden 4. Klaffe verliehen worden. & Straßburg i. Elf., 2. Februar. In mehreren Städten des Reichslandes gibt es jüdische Bürgermeister; so ist in Forbach, wo nur wenige jüdische Familien wohnen, im vorigen Jahre Herr Hans einstimmig zum Bürgermeister gewählt worden, ohne daß es jemandem einsällt, dem jüdischen Bürgermeister zur Last zu legen, was Forbach in den letzten Monaten in aller Leute Mund gebracht hat. In der etwa 8000 Einwohner zählenden Kreisstadt Saarburg mit einer Bevölkerung von etwa 400 Juden ist vor kurzem ein Jude, Sylvain Bers, mit 17 unter 23 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Hoffentlich werden die Antisemiten darauf hin nicht die genannte Stadt in Bann tun. --- Dresden, 1. Februar. Unser langjähriges Dereinsmitglied, der Vorsteher der Israelitischen Religionsgemeinde in Dresden, Adolph Salzburg, gehört dieser Gemeinde seit 25 Jahren an. In Anerkennung seines verdienstvollen Wirkens haben am Jubiläumstage, dem 7. d. M., der Gemeinderat, der Rabbiner und die Gemeindebeamten eine Festfeier veranstaltet und bei dieser dem Jubilar unter ehrenden Ansprachen eine künstlerisch ausgestattete Adresse überreicht. © Posen, 2. Februar. Am 27. Januar beging der Vorsitzende des Vorstandes der hiesigen Synagogen-Gemeinde, Herr Samuel Schoenlank seinen 70. Geburtstag. Dem Jubilar wurde durch den Stadtverordneten-Vorsteher Herrn Justizrat Salz im Namen des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung, welcher letzteren Körperschaft Herr Schoenlank seit 1887 an gehört, Glückwünsche, begleitet von einem kunstvollen Blumenarrangement, dargebracht. Seitens der Synagogen-Gemeinde wurde dem Jubilar eine reich ausgestattete Adreffe gewidmet, in der seiner Verdienste um die Synagogen-Gemeinde gedacht und dem Dank für die in mehr als zwanzigjähriger Amtstätigkeit bewirkte Förderung der Gemeinde-Jnstituttonen Ausdruck gegeben wird. Die Mitglieder des Vorstandes und der Reprä- Hentanten-Verfammlung überreichten eine durch künstlerischen Figuren-