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Im deutschen Reich · 1903-12-01 · Heft 12 (Dezember 1903) · p. 752

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 12 (Dezember 1903)
Article
[Ohne Titel]
Date
1903-12-01
Page
752 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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752 Im deutschen Reich. Eingesandt. Das General-Komitee des Vereins „Esra" hat am 19. Oktober d. Js. im Saale des Fürstenbergbräus in Berlin eine zahlreich besuchte Versammlung von Palästinafreund en abgehalten, in welcher nach einleitenden Ansprachen der Herren M. Dorn und Dr. Hildesheimer Herr Dr. Alfred Nossig einen Vortrag über „Unser Kolonisations- Programm" hielt. Derselbe schlug im Sinne seiner Ausführungen drei Resolutionen vor. wonach das Werk der Neubesiedelung Palästinas durch Juden energisch fortgesetzt und der Erwerb geeigneter Ländereien nicht nur im türkischen Palästina, sondern auch in Syrien vorbereitet werden soll. Das Werk soll nicht nur landwirtschaftlicher, sondern auch städtischer und industrieller Art sein, aus Grund entsprechender Ersorschungsarbeiten und nach einem einheitlichen Plane erfolgen. In der zweiten Resolution werden als Mittel zur Erreichung dieser Zwecke eine kräftige Propaganda sowie eine zentrale Organisation aller Kolonisations-Vereine empfohlen; in der dritten Resolution wird dem Rothschildschen Palästina-Komitee und der I. C. A. für ihre bisherige Ansiedelungstätigkeit die wärmste Anerkennung ausgesprochen. Mit Rücksicht auf die Satzungen des Vereins „Esra" wurde eine Wendung in den Resolutionen geändert, und dann gelangten diese zur einstimmigen Annahme. Weitere Versammlungen von Palästinafreunden sollen demnächst in andern Städten stattfinden. Grober Unfug in der Wohltätigkeitspflege. Es hat sich neuerlich der Unfug breit gemacht, bei Aufrufen für wohltätige Zwecke nicht durch die Verständigkeit des Zwecks und ähnliche sachliche Argumente, sondern durch die Menge der Unterschriften auf das „wohltätige" Publikum zu wirken. Dieser Unfug trägt in sich die Richtung sich, zu steigern. Während vor einem Jahr ein jüdischer Verein als eines Zeichens seiner Beliebtheit der nahezu 200 Unterschriften seines Aufrufs sich rühmte, versendete kurz darauf

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