Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1903)
- Article
- S. D., Posen
- Date
- 1903-10-01
- Page
- 615 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefkasten Der Redaktion. 615 Wer sich zum „alten Adel Abrahams" rechnet, kann sich glücklich schätzen, solche streitbare Verächter feines Stammes als Gehilfen Zu beschäftigen und sich von ihnen verachten oder gar ausspionieren zu lassen! R. M., Altona. Das dortige Antisemiten-Organ brachte am 26. September eine langatmige Reklame für die Damen- und Kindermäntel-Fabrik von Johs. N. Thorlichen, Eimsbüttel, Schulterblatt. Non ölet! In jeder Nummer wird von dem Blatte vor den Warenhäusern gewarnt. Wenn ein solches aber annonciert, bekommt es prompt seine Reklame. Oder beschränken sich die Angriffe auf die Warenhausinhaber, deren Nase dem Herrn Schack nicht gefällt? N. O., Duisburg. Die Inhaber der Firma Franke & Teilnehmer, Berlin SW. 48, welche in einem am 15. September im „Berliner Tageblatt" befindlichen Inserat für ihre Chamotte-, Ziegel¬ und Klinker-Werke 150 000 Mark aus „einer oder mehreren christlichen Händen" suchte, sind zwei christliche Damen, deren Prokurist ebenfalls Christ ist. Im Berliner Adreßbuch ist das Friedrichstraße 13 befindliche Geschäft als „Institut für Finanzierung" verzeichnet. Wenn Sie unbezwingliche Lust haben sollten, mit den Herrschaften in geschäftliche Beziehungen zu treten, dürsten diese nicht unerbittlich sein und das Geld auch aus jüdischen Händen nehmen. Vielleicht nehmen die Inhaber der Firma Franke & Teilnehmer nur an, daß sie unter jüdischen Geldleuten keine „Teilnehmer" finden können.