Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 9 (September 1903)
- Article
- Berlin
- Date
- 1903-09-01
- Page
- 544 (sequence 3)
- Language
- German
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544 Fm deutschen Reich. statistischen Tabellen, die Verzeichnisse aller Anstalten und Vereine, die Sammlung wichtiger Entscheidungen und Verordnungen bilden einen wertvollen Teil des Buches, dessen Preis trotz der ansehnlichen Vermehrung des Umfanges nur 2 Mark beträgt. Im Anhang findet man die von Oberlehrer vr. Schäfer verfaßte Statistik der Beteiligung der Juden am höheren Schulwesen Preußens und einiger anderer deutschen Staaten. Danach gibt es in Preußen 88 jüdische Oberlehrer, was einem Prozentsatz von 1,35 entspricht. Rechnet man von dieser Zahl die 16 Oberlehrer ab, welche an den beiden jüdischen Realgymnasien Frankfurts angestellt sind, so entsprechen die übrig bleibenden jüdischen Oberlehrer nur einem Prozentsatz von 1,10. An Staatsanstalten sind im ganzen nur 11 Juden angestellt, d. h. 0,42 Prozent. Ebenso interessant ist die Uebersicht der Frequenz der 'Gymnasial- und Realanstalten. Zur Landtagswahl im Kreise Konitz-Schlochau schreibt die „Liberale Korrespondenz": „Die Liberalen des Wahlkreises haben durch' das Kompromiß, das von den Fübrern der Konservativen des Wahlkreises eigenhändig unterzeichnet ist, und durch ihre ausschlaggebende Stellung eine so günstige Position, daß sie sich nach einem neuerlichen geflügelten parlamentarischen Wort „nicht wehr auf der Straße sehen lassen" dürften, wenn durch ihre Schuld das eine Landtagsmandat wieder für die Liberalen verloren ginge." Von liberaler Seite ist (wie die „Ostd. Tageszeitung" meldet) eine allgemeine liberale Wählerversammlung des Wahlkreises für Sonntag, 6. Sept., nach Könitz einberufen. co Magdeburg, 4. September. Die hier erscheinende „Sachsenschau" macht aus nachstehende Erklärung ihrer antisemitischen Kollegin, der Dresdner „Deutschen Wacht" aufmerksam: „Das „Radebeuler Tageblatt" bringt in seiner Nr. 194 vom 22. August eine Notiz, nach welcher die „Deutsche Wacht" in den Besitz der Herren Fahrenbach und Genossen übergegangen sein soll. Wir erklären hiermit, daß die ganze Notiz von Anfang bis zu Ende unwahr ist, und daß wir jede Weiterverbreitung dieses unser Geschäft schädigenden Gerüchtes strafrechtlich verfolgen werden. Uebrigens haben wir bei dem großen Anklang, den unser Blatt in seiner neueren Form als wahrhaft freimütiges, unabhängiges und gut-nationales Volksblatt allenthalben gefunden hat, schlechterdings keine Veranlassung, unsere Selbständigkeit als Zeitung auszugeben oder uns zu irgend einer Fusion zu verstehen". Dazu bemerkt die „Sachsenschau": „Um die „Deutsche Wacht" hat sich in letzter Zeit ein dichter Legendenschleier gewoben, weil das Blatt von der Aenderung im Verlage nicht das