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Im deutschen Reich · 1903-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1903) · p. 447

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1903)
Article
A. K., Magdeburg
Date
1903-06-01
Page
447 (sequence 2)
Language
German
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ihneflallen der DieDaftnm. 447 Bei der Verhandlung wurde festgestellt, daß ihm die Firma den Riesenlohn von 5 Mk. den Monat außer Kost und Logis Zahlte! Da sollte wirklich der Geschäftsinhaber wegen Verleitung bestraft werden, denn bei einem solchen Schundlohn drängt er seine Angestellten geradeZu aus den Weg des Verbrechens." — Ihr werter Mitbürger irrt sich; auf diesen Weg brauchte der junge Mann von der jüdischen Firma nicht erst gedrängt zu werden, da er sich schon auf demselben befunden hatte, bevor er auf Wunsch seines Vaters von Kahn & Co. als Volontär angenommen worden war. Er war nämlich vorher seinem früheren Prinzipal mit 1000 und seinem Vater mit 1600 Mk. durchgebrannt, später von letzterem als reuig und gebessert betrachtet und bei Kahn & Co. untergebracht worden, wo er seinem rechtschaffenen Vater neuen Kummer verursachte. O. S., Stettin. Wir haben uns über das Verhalten des im Besitze des Herrn Mar Rosenberg befindlichen „Kösliner General- Anzeiger" Herrn Di*. Barth gegenüber aus dem einfachen Grunde deshalb nicht geäußert, weil uns dieses „Weltblatt" nicht Zu Gesicht gekommen war, und als wir neulich von feiner Existenz Kenntnis erhielten, bereits von anderer Seite dem für den Kandidaten des antisemitischen „Bundes der Landwirte" arbeitenden Organ eines Repräsentanten der Kösliner jüdischen Gemeinde der Text genügend gelesen worden war. Uebrigens ist der Fall, daß von Juden verlegte Blätter Artikel bringen, welche bei vielen Juden Aergernis erregen müssen, leider kein vereinzelter! C. A., Posen. Wenn Sie noch daran Zweifeln sollten, daß der in den Vorstand des „Bundes der Kaufleute" aufgenommene Herr Richard Döring als Geschäftsführer des deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbands für die Provinz Brandenburg, ein strammer Antisemit ist, so lesen Sie die von ihm redigierte „Brandenburgische Wacht". Er schreibt am 1. Juni an den „Verein der deutschen Kaufleute": „Unter den 7700 Mitgliedern sind mindestens 3000 Juden. Also schon der Name ist unwahr. In sozialpolitischer Beziehung ist der Verein mit einem geradeZu erdrückenden Sündenregister belastet. Da aber trotzdem in Berlin und in der Provinz Brandenburg noch immer deutsche Berufsgenossen Zu den „Daitschen" sich zählen, so können wir auch daran ersehen, wie unendlich viel Aufklärungsarbeit gerade in unserm Gau Brandenburg von den Deutschnationalen noch geleistet werden muß." Herr Richard Döring ist aber nicht nur Redakteur der in Berlin erscheinenden „Brandenburgischen Wacht", sondern auch Mitarbeiter der in Hamburg von Wilhelm Schack

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