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Im deutschen Reich · 1903-05-01 · Heft 5 (Mai 1903) · p. 369

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 5 (Mai 1903)
Article
Einer für Viele
Date
1903-05-01
Page
369 (sequence 2)
Language
German
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iBrieffallen Dei Redaktion. 369 Wiegandsthal, Schierke im Harz (Hotel Fürstenhöh u. a. m.), Braun- Lage im Braunschweigischen, Gehlberger Mühle bei Oberhof, Dachroedens Hof in Salzbrunn, Oberweiler im Schwarzwald, Trautheim im Odenwald, Bad Brückenau in Unterfranken, das Pensionat am Frauenkloster am Ottilienberg, Kurhaus Palmenwald in Freudenstadt (Schwarzwald), Hofhaus in Schlierjee, ELtlingenweiler und Bruchhausen (Bad Schwarzwald), Pension Burgfriede bei Hahnenklee im Harz, SL. Johann bei Heiden in Appenzell, Dolderbad bei Hall (Tirol), Gaisenstein, Jnner-Bartholomä, Bandaus in Montavon, Langhampfen, Gundelbruch im Unterelsaß, Luft- und Wafferkurort Einöd bei Friesach in Obersteiermark, Gasthof zur Gräfin in Kufstein, Kitzbühel, Mezzolombardo (Rest. Gröbner), Rentsch bei Bozen, Cafe Schgraffer in Bozen, Sermione am Gardasee (Hotel promessi sposi), Hotel Schröder, gen. Villa Flora in Neuenahr. Das letztere Gasthaus ist nicht mit dem Hotel Carl Schröder identisch, dessen Besitzer dringend wünscht, nicht mit seinem antisemitischen Bruder verwechselt Zu werden. (Insbesondere wiederholen wir unsere Warnung vor dem Besuche des Kurorts Braunlage im Oberharz, von dem — nebenbei gesagt — in dem Prospekt berichtet wird, daß er ‘ an sumpfiger Stelle erbaut und deshalb früher den Namen „Braunloch" bezw. „Braunlach" erhielt. In dem Prospekte ist aber außerdem S. 6 zu lesen': „Israeliten werden von den Braunlage besuchenden Fremden nicht gern gesehen, deshalb finden dieselben in den 'Hotels wie auch Privathäusern schwerlich Aufnahme!" Trotzdem wird in demselben Prospekt „Braunlage als Kurort für jeden erholungsbedürftigen Sommerfrischler" empfohlen. Dazu gehören zweifellos viele Juden; diese werden sich aber, anderswo besser erholen als an Orten, die antisemitisch versumpft sind! Wir bitten unsere Leser, uns über unangenehme Erfahrungen, die sie ihres Glaubens wegen irgendwo in Sommerfrischen machen sollten, ausführliche Mitteilungen zugehen zu lassen. Die Redaktion.) E. M., Berlin. In einem Artikel über „das Blutbad von Kisch ine w", in dem die „Staatsbürger-Ztg." ihre südrussischen Gesinnungsgenossen reinzuwaschen versucht, gießt sie gleichzeitig Wasser in das Programm der deutschen Antisemiten und sagt: „Die Antisemiten Deutschlands erstreben die Regelung der Judenfrage auf gesetzlichem Wege, sie fordern, daß die Juden "soweit sie nun einmal bei uns Bürgerrechte erworben haben, sich in den-Dienft der Gesamtheit stellen, daß überall dort, wo sie sich Vorrechte herausnehmen, ohne sich den Pflichten der Unter-

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