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Im deutschen Reich · 1903-05-01 · Heft 5 (Mai 1903) · p. 358

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 5 (Mai 1903)
Article
Stettin
Date
1903-05-01
Page
358 (sequence 2)
Language
German
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358 Im deutschen Reich. angestellten und ihren Angehörigen besetzt war. Am Schluffe der Versammlung, deren ganzer Verlaus ein flammender Protest gegen die Behauptungen des Rektors a. D. Blankenhagen und des Reichstagskandidaten Sepke darstellte, wurde nackstehende Resolution einstimmig angenommen: „Die am 24. April 1903 im großen Saale des Stettiner Konzerthauses erschienenen kaufmännischen Angestellten der hiesigen vier Warenhäuser, sowie deren Familienangehörigen drücken dem Referenten ihre völlige Zustimmung aus und sagen ihm Dank dafür, daß er ihrer Entrüstung gegen die wider die Warenhausangestellten und ihre Prinzipale geschleuderten schmachvollen Verleumdungen und ehrenrührigen Beleidigungen energisch Ausdruck verliehen hat. Herr Gustav Sepke, selbst Kaufmann, entblödet sich nicht, Angehörige desselben Standes um eines Wahlmanövers willen des gemeinsten Verbrechens zu zeihen. Wir erklären, daß nach der von uns gemachten Erfahrung die Behandlung des Personals von seiten der Warenhausinhaber im allgemeinen keineswegs eine schlechtere, in vieler Hinsicht vielmehr durch mustergültige Geschäftseinrichtungen eine humanere ist als seitens der den Warenhausbesitzern feindlich gegenüber stehenden Geschäftsinhaber. Wir können Herrn Sepke natürlich nicht hindern, sich mit seinen Bemühungen auf Erlangung des Stettiner Reichstagsmandates möglichst lächerlich zu machen, aber gegen seine und des Rektors a. D. Blankenhagen unqualifizierbare Beschimpfung der Warenhausangestellten und ihrer Prinzipale sei hierdurch feierlich Verwahrung eingelegt." A Danzig, 1. Mai. Im frühen Mannesalter von 40 Jahren ist hier am 26. v. M. der um die Danziger Ortsgruppe des Central- Vereins verdiente hiesige Arzt Dr. Moritz Goldfchmidt nach längerem Leiden entschlafen. Die „Danziger Zeitung" berichtet: „Das tragische Geschick des jungen hochgeachteten Arztes, der sich auch als stimmbegabter, kunstfreudiger Sänger in Wohltätigkeits-Konzerten und mancher größeren musikalischen Aufführung unserer beiden bedeutendsten Gesangvereine ehrenvolle Verdienste erworben, erregt hier in weiten Kreisen herzliche Teilnahme." A Harburg, 1. Mai. Die Verbindungen deutscher Arbeiter und Handwerksgesellen hatten hier am 15. d. M. eine kombinierte Versammlung abgehalten, an welcher auch Mitglieder des ^Wirtschaftlichen Schutzverbandes" teilnahmen. In dieser Versammlung sprach ein Herr Reinhardt, der auf einem Friedhofe in Berlin als Arbeiter tätig ist, über das Thema: „Was hat der deutsche Arbeiter und deutsche Mittelstand von der Sozialdemokratie zu erwarten,"

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