Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 4 (April 1903)
- Article
- A. C., Stettin
- Date
- 1903-04-01
- Page
- 320 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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320 Iw deutschen Reich. Schönheiten der „kleine Cohn". Die AehnlichkeiL ist unverkennbar. — Es wäre übrigens besser, wenn sich Herrn.'s Kassendame nicht mehrfach im Geldwechseln irrte! — uns sind da schon Klagen gekommen! Die Christensrauen verstehen manchmal wenig Spaß!" — Wir haben dem betreffenden Herrn die Hoffnung ausgedrückt, daß das erwähnte Blatt Unwahres berichte, auch von ihm die Zusage erbeten, aus eine so widerwärtige Reklame zu verzichten. Da wir daraus keinen Bescheid erhielten, können wir Ihnen keine weitere Auskunft erteilen und müssen es Ihnen überlassen, welche Schlußfolgerung Sie daraus Ziehen wollen. — In den „Danziger Neueste Nachrichten" stand kürzlich folgendes Inserat eines Kösliner Geschäftsinhabers: „Gesucht zum 1. April eine gewandte Verkäuferin (Christin blond), die mit besserer Kundschaft umzugehen versteht und längere Zeit in der Schuhbranche tätig ist, bei hohem Salär. Nur erste Kräfte wollen sich melden. Zeugnisabschr. erwünscht." — Daran knüpfte der „Bütower Anzeiger" gehässige, gegen jüdisches Geschäftspersonal gerichtete Bemerkungen, die mit den Worten schlossen: „Die „blonde Christin" ist gut genug, dem Juden das Geschäft zu machen! Es ist schon sehr traurig bestellt im christlichen deutschen Staate!" — Auch wir finden es traurig für Deutschland, daß eine Agitation geduldet wird, welche die Lage der jüdischen Geschäftsinhaber in manchen Orten so verschlechtert hat, daß sie dort glauben, mit jüdischem Personal nicht vorwärts kommen zu können. Noch trauriger für diese Juden ist es aber, daß sie nicht lieber auf vermeintliche Vorteile verzichten, als sich einer Charakterlosigkeit schuldig zu machen! U. N., Hamburg. Houston Stewart Chamberlain ist keineswegs mit Friedrich Delitzsch einverstanden. Wie in dem „Grenzboten" vom 1. April ausgeführt wird, behauptet Chamberlain, daß die von Delitzsch hochgerühmte assyrische Kultur nicht babylonischsemitischen Ursprungs, sondern „der verdorbene Rest der verschollenen nichtsemitischen „sumerischen" Kultur sei. Er sieht in dem Versuche, nach Preisgebung der jüdischen Offenbarung das Verdienst einer würdigen Gottesidee einem andern semitischen Volke zuzueignen, „ein Umspinnen der sich regenden Flüglein des deutschen Geistes". Lassen Sie diese „gelehrten Herren" sich streiten; der Humor davon ist, daß, das positive Christentum für die angeblichen Ergebnisse der Ausgrabungen die Zeche bezahlt. I. B., Frankfurt a. M. Für die in Nr. 24 der Offenbacher Deutschen Volkswacht" vom 25. März enthaltene Behauptung, „daß