Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 4 (April 1903)
- Article
- Halberstadt
- Date
- 1903-04-01
- Page
- 303 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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&0uefpont>en$en. m raufe nicht in jüdischen, sondern in christlichen Geschäften zu machen/' — -Hierzu bemerkt die „Jüdische Presse": „Selbstverständlich sind Zu den betreffenden Sammlungen auch die Juden herangezogen worden und haben, wie alle Jahre, reichlich gespendet. Gegen das Geldgeben unserer Glaubensgenossen hat man nichts einzuwenden — soweit geht eben die BoykoLLirung nicht.") ❖ Breslau, 1. April. Der am 3. v. Mts. hier nach längerem Leiden Heimgegangene -Partikulier Moritz Liebes hat früher längere Zeit in seiner Vaterstadt Kempen die Geschäfte des Bürgermeisters stellvertretend verwaltet und auch um jüdische Angelegenheiten sich in so verdienstlicher Art bemüht, daß ihn der hiesige Verein der Kempner zu seinem Ehrenmitglied ernannte. Dem Centralvereine hat der Dahingeschiedene sieben Jahre hindurch angehört. — In Wiesbaden ist am 29. v. M. der Senior-Chef der hiesigen Firma Geschw. Trautmann Nchf., Louis Cohn, verschieden, der lange Jahre als Mitglied der Repräsentanten - Versammlung in der Verwaltung der hiesigen Gemeinde verdienstlich wirkte, auch auch als Mitglied des Centra!- Vereins für unsere Vereinssache immer regen Eifer bekundete.! O Posen, 12. April. Der „Posener Ztg." wird aus Schroda berichtet: „Der Bäckermeister Samuel Hein stürzte am 10. d. M., während er am Tische saß und die Zeitung las, plötzlich tot Zur Erde nieder: ein Herzschlag hatte seinem Leben ein jähes Ende bereitet. H., der seit Jahren Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde und Prüfungsmeister der Bäckerinnung war, erfreute sich hier großer Beliebtheit und Achtung." (Der Dahingeschiedene, der sich vor sechs Jahren dem Centralverein anschloß, bekundete stets ein reges Interesse für die Vereinssache). K Schneidemühl, 1. April. Im hohen Lebensalter verschied hier am 16. v. Mts. ein hochgeschätztes Centralvereinsmitglied, der allgemein verehrte Rabbiner S. Brann. Der in der Synagoge veranstalteten zahlreich besuchten Trauerfeier wohnten die Spitzen der hiesigen Civilbehörden, sowie die Lehrer und Lehrerinnen der hiesigen höheren Schulen bei. Nach einleitendem Gesänge nahm der Dozent am Rabbinerseminar zu Breslau, Du Brann, Zugleich im Namen de: Hinterbliebenen rührenden Abschied von seinem Vater. Hieraus schilderte der langjährige Freund des Dahingeschiedenen. Rabbiner Dr. Eschelbacher-Berlin, Leben und Wirken des Verblichenen. Nachdem Rabbiner Dr. Walter-Bromberg im Namen des Rabbiner-Verbandes Deutschlands, dessen Ehrenmitglied der Verstorbene gewesen war, gesprochen hatte, setzte sich der Leichenzug nach dem Friedhofe in Be-