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Im deutschen Reich · 1902-10-01 · Heft 10 (Oktober 1902) · p. 591

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 10 (Oktober 1902)
Article
E. A. G., Berlin
Date
1902-10-01
Page
591 (sequence 2)
Language
German
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Briefkasten der RedaMon. 591 tragen hat, ist unberechtigt. Der Herausgeber des „Tageblattes" ist nicht Vereinsmitglied, die Redakteure sind unseres Wissens in der Mehrzahl nicht jüdischen Glaubens, sodaß wir nicht in der Lage sind, irgendwelchen Einfluß aus den Umfang der Berichterstattungen des genannten Blattes auszuüben. Es ist aber für vollständige stenographische Aufnahme der Verhandlungen Sorge getragen worden, und die Verwerthung der Stenogramme wird demnächst sicher in geeigneter Weise erfolgen. D. L. Berlin. Einen höheren militärischen Rang als den eines Hauptmanns oezw. Rittmeisters der Landwehr besitzt keines unserer Mitglieder. Herr Dt. Jon Lehmann, der Verleger der „Breslauer Ztg.", welcher irrthümlich in unserem Mitglieder-Verzeichnis als Oberst d. R. bezeichnet wird, in Wirklichkeit aber Oberleutnant ist, hat uns selbst aus den bei der Revision leider unentdeckt gebliebenen Druckfehler aufmerksam gemacht und um Berichtigung desselben gebeten, welche durch diese Zeilen erfolgt. Daß im Deutschen Reiche selbst militärisch vorzüglich tüchtige Juden es im Heere nicht annähernd so weit bringen können wie in Frankreich, Italien und selbst in Oesterreich-Ungarn ist freilich auch ein Druckfehler! A. 6., Posen. Die „Staatsbürger-Ztg." knüpft an die Mittheilung, daß der Konitzer Schlächtermeister Hoffmann zum Vorsitzenden der Meisterprüfungs-Kommission für das Fleischergewerbe für den 5. Abtheiluugsbezirk der Handelskammer ernannt sei, die nachstehende Bemerkung: „Herr Kriminalinspektor Braun hat allen Anlaß, Herrn Bruhn zu danken, daß er zur rechten Zeit in Könitz erschien und durch sein bekanntes Eingreifen den Inspektor Braun vor einem schweren Mißgriff bewahrt, der sehr leicht zu einem Justizmord hätte führen können." — Sollte nicht umgekehrt Herr Wilhelm Bruhn allen Anlaß haben, den behördlichen Organen auf den Knieen zu danken, die ihn verhinderten, durch seine beständigen Verdächtigungen Adolf Lewy's die gräßliche Schuld auf sein Gewissen zu laden, einen Justizmord herberzuführen? O. L., Stettin. Was verlangen Sie denn von der Antisemitenpresse? Sie geht ebenso schonungslos wie gegen die Juden auch gegen jeden Ehristen vor, der sich ihrem Terrorismus nicht demüthig fügt. Zartgefühl giebt es dabei nicht. Die Krankheit des ko ns ervativen Abg.' v. Levetzow veranlaßt die .Staatsbürger-Ztg." zu der Bemerkung: .Insbesondere war Herr von Levetzow ebenso wie sein Freund Freiherr von Manteuffel in der Judenfrage nicht zuverlässig. Dem Einfluß dieser beiden Herren ist es zuzuschreiben, daß

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