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Im deutschen Reich · 1902-08-01 · Heft 8 (August 1902) · p. 468

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 8 (August 1902)
Article
X., Berlin
Date
1902-08-01
Page
468 (sequence 2)
Language
German
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4Ü8 Im deutschen Reich. Kaueruick, Kreis Lübau, jetzt in Neumark, Westpreußen, hat sich nach der Besserung seines Gesundheitszustandes bisher vergeblich um eine Anstellung beworben, trotzdem er im Besitze vorzüglicher Zeugnisse ist. Der stellvertretende Kaiserl. Landeshauptmann von Lindeqnist, zu dem H. vom Oktober 1894 bis April 1897 als Reitordonanz kommandiert war, stellte ihm ein solches Zeugniß aus, ferner bezeugte Compagnie- Führer Oberleutnant Frank seine gute Führung und Betheiligung an dem Feldzug gegen Witboi, an der Erstürmung von Nauklust und an verschiedenen Gefechten gegen Hottentotten und Hereros, schließlich bekundete der Kaiserl. Hofrath Waßmannsdorf für die Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amts, daß H. längere Zeit den Küchenbetrieb des Offiziers¬ und Beamten-Casinos in Windhoek zur vollsten' Zufriedenheit der Casinomitglieder geführt habe. Da trotz alledem die Bemühungen des jüdischen Militäranwärters um Erlangung einer Anstellung erfolglos geblieben sind, sollte der wackre ehemalige Soldat vorzugsweise berücksichtigt werden, wenn in jüdischen Korporationen eine für ihn passende Stelle zur Erledigung gelangt. L. R., Posen. Auf die ironische Frage der „Staatsbürger-Ztg.": „Welcher Konfession ist dieser Herr Stern?'' hat die Landbank bereits geantwortet: daß Herr Stern, welcher das Rittergut Groß Jauth in polnischen Besitz brachte, Deutscher, evangelischer Konfession sei. Damit ist die Sache für uns erledigt, da die Herkunft des Herrn Stern nur für die „Rassenantisemiten" entscheidend ist, die von der „Taufe" so gering denken, daß sie die Frage anfwersen: „Was nützt der Konfirmationsschein?" R. L. Stettin. Es ist die alte Taktik der „Kreuz-Ztg." und auch anderer judenfeindlicher Blätter, Alles, was die protestantischen Redakteure des „Berl. Tageblattes" und der „23 rl. Ztg." ohne irgendwelche Beeinflussung durch die jüdischen Herausgeber dieser Blätter über christliche Einrichtung schreiben, ohne Weiteres als den Gesinuungsausdruck der gesammten deutschen Juden zu bezeichnen und diesen zur Last zu legen. So hat die „Kreuz-Ztg." anläßlich des im „Berl. Tgbltt". geäußerten Wunsches, „daß in Frankreich der Kampf gegen die klerikale Gegenrevolution ohne Sentimentalität mit Energie zu Ende geführt werden müßte," Folgendes geschrieben: „Geradezu im hohen Grade unvorsichtig in ihrem eigenen Interesse halten wir diese Anschauung des „Berl. Tagebl." in Hinblick auf seine jüdischen Stammesgenossen! Die große Mehrheit des deutschen Volkes dürfte ein „Zurückdämmen" des jüdischen Einflusses auf allen Gebieten unseres

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