Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1902-08-01 · Heft 8 (August 1902) · p. 456

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 8 (August 1902)
Article
Dresden
Date
1902-08-01
Page
456 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316689-2316696--09908-2330086
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

$111 deutschen Reich. 4') 6 hat. — Am I I. Juli hat Se. Majestät König Georg einer von dem Rabbiner Dr. Winter geführten Deputation der Israelitischen Religionsgemeinden Dresden, Leipzig. Chemnitz und Plauen i. V. Audienz ertheilt. ~ Eisenach, 2 August. In den hiesigen Gemeinderath, der seit Jahren eine freisinnige Mehrheit hat. wurde leider an Stelle eines verstorbenen freisinnigen Mitgliedes der antisemitische Schriftsteller Emil Nell gewählt. Es ist dies das erste Mitglied der antisemitischen Partei, welches in die Körperschaft tritt. Darmstadt, 2. August. Mit allen gegen nur eine Stimme hat die zweite hessische Kammer den Antrag des Obmanns des hessischen Landeslchrervereins. Backes, angenommen, wonach die großherzogliche Regierung um zeitgemäße Regelung der Ausbildung. Anstellung und Besoldung der israelitischen Religionslehrer in Hessen ersucht wird- Die Ausführungen des antisemitischen Abgeordneten Köhler-Langsdorf, der seine Zustimmung zum Antrag Backes von einer vorherigen amtlichen Untersuchung des Talmuds abhängig zu machen erklärt hatte, wurden mit sichtlicher Heiterkeit, sowohl bei den Mitgliedern des Hauses, als auch am Regierungstische ausgenommen. © Nürnberg, 11. August. Auf dem israelitischen Friedhofe wurde gestern der im 66. Lebensjahre verstorbene Magistratsrath Kommerzienrath Michael Kohn bestattet, dem der „Frank. Kurier" nachrühmt: „Ein freisinniger, sozialer Zug ging durch sein Leben, wie seine Stiftungen beweisen; er hatte ein warmes Herz für die arbeitende Bevölkerung, war ein Förderer freiheitlicher Bestrebungen und der Wissenschaft, ein Mäcen der Kunst; sein selbstloses Wirken stand im Dienste der Allgemeinheit." Auf dem Friedhofe gab nach der Rede des Rabbiners Dr. Deutsch aus Fürth der Bürgermeister Dr. v. Schuh in formvollendeter Rede ein Bild der verdienstvollen Thätigkeit des Dahingeschiedenen und legte sodann unter den Worten: „Empfange die letzten Grüße von Deinen Kollegen. Mitbürgern und Freunden" einen prachtvollen Kranz auf das Grab nieder. Mit Worten des Dankes wurden dann noch Kränze niedergelegt vom Lokalausschuß der Freisinnigen Partei, vom Verein Jugendhort-Steinbühl, dem Verein für Geisteskranke, dem Verein südlicher Vorstädte, vom Künstlerverein, von den Bediensteten des städtischen Gaswerkes und vom Arbeiterpersonal Kohns. 0 Wien, 1. August. Wie in dem Heft 7 der „Monatsschrift der Oesterreichifch-Jsraelitschen Union* berichtet wird, ist der Professor am k. k. Staatsgymnasium im 17. Wiener Bezirke, Johann

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.