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Im deutschen Reich · 1902-02-01 · Heft 2 (Februar 1902) · p. 122

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 2 (Februar 1902)
Article
F. B., Berlin
Date
1902-02-01
Page
122 (sequence 2)
Language
German
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122 Im deutschen Reich. Bulle sollte getödtet werden, und war dies, entgegen meiner Anordnung, nicht mittelst der Maske, sondern einfach mit Kopfschlag Der* sucht worden. Nach zwei ungeschickt aue-gesi'chrten Schlägen wurde ich auf den Vorgang aufmerksam. Sofort befahl ich das Anlegen der Maske. Nach zwei wegen der dicken Haut, die in starken Fellen auf der Stirn lag. vergeblichen Schlägen lies; ich das Thier fesseln und bat den anwesenden Schächter, Herrn Lewin, denHalsschuitt an dem Thiere auszuführen, da ein anderer Tödtuugs- resp. Betäubungs-Apparat im hiesigen Jnnungs-Schlachthause leider nicht zur Verfügung stchr und das Blut des Tbieres nicht gebraucht wurde. Grund der Bitte war natürlich das Bestreben, die Tödtung möglichst schnell und ohne Qualen für das Thier sowie Gefahr für die Umgebenden zu bewerkstelligen. Im Ucbrigen halte ich das Schächten für die — sowohl für das Thier als auch die Schlachtenden — beste Tödtungsart." (5. M. Berlin. Der kürzlich von dem König von Italien empfangene Verfasser einer geschichtewissenschafUichen Arbeit über „Garibaldi" ist mit unserm gesa ätzten Mitarbeiter I)r. Hermann Loevinson in Rom, Piazza Rosa 20, identisch. C. S. Cüstrin. Nachdem die „Jüdische Niedertracht und deutsche Erbärmlichkeit" überschnebene Notiz die Runde durch fast alle Antiscmitcnblättcr gemacht hat, ist dieselbe schließlich auch auf dem bekannten Wege in das „Eustriuer Tageblatt" gelangt. Daß jemand aber Nähe-es über die Stadt, die den angeblich von Juden verfolgten und geächteten, muthigen Antisemiten beherbergt, oder diesen selbst erfahren könnte, ist ausgeschlossen. Wenn derartige judenfeindliche Geschichten ohne Angabe von Ort und Namen erzählt werden, können Sie davon überzeugt sein, daß sie zum „eisernen Bestand" der Antiscmitenpresse gehören, von dem das Wort gilt: „Was sich nie und nirgend hat begeben, das allein veraltet nie!" A. K. Breslau. Der „Nowoje Wremja" drucken deutsche Antisemckenbtätter einen Bericht über angebliche Waldverwüstungen durch Juden nach, in welchem diese beschuldigt werden, kleine Parzellen derjenigenWälder, die sie gein vorzeitig abholzen wollten, durch Giftspinnen und aus dem Orient bezogene gefährliche Raupen verheeren zu lassen, um die Besitzer zum Verkauf zu Spottpreisen zu veranlassen. Man sei solchen raffinierten Manipulationen in Rußland auf die Spur gekommen, ohne die Urheber zur Strafe ziehen zu können. Die Behauptungen, daß die Juden das Vieh behexen,

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