Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 8 (1902)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1902)
- Article
- Posen [Nachricht]
- Date
- 1902-02-01
- Page
- 108 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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108 Im deutschen Reich. «£ Posen, 2. Februar. Zum Vorsteher der hiesigen Stadtverordneten-Bersammlung wurde unser Vereinemitglied, Herr Justizrath Lewinski, gewählt. O Koschmin,!. Febrrlar. Recylsanwall Kautorowicz ist hier zum Stadtverordueteuvorsteher gewählt worden. Könitz, 7. Februar. Die „Ostdeutsche Tageszeitung" be. eichtet: „Am 4. Februar ist das Gutachten der höchsten M e diz ina! be Hörde in P re it }\ cn f der „Wissenschaftlichen Deputation für das Atcdizinalwesen" (Virchow, v. Bergm.mu, Pistor, o. Leyden, Gerhardt, Olohaujen, Jelly, Rubner, Aioeli, Schmidtmaun, König, Landolt, Kirchner) über die Ermordung Winters an die Staatsanwalijchast in Könitz gelaugt. Das Berliner Gutachten stilnmt im wesentlichen mit dem bekannten Danziger Gutachten übereinin Einzelheiten sott es die in jenem Gutachten ausgesprochenen Ansichten über eine Ausschweifung Winters kurz vor seiner Ermordung (sexueller Akt) an Schärfe noch bedeutend übertreffen. Damit werden die bekannten Murhmasiungeu der Autist milen und Ritualmord-Gläubigen gründlich widerlegt. Auf den Wortlaut des Berliner Gutachtens darf man mit Recht gespannt sein." X Würzbnrg, 7. Februar. Das „Würzburger Journal" schreibt: „Das Schächten solle den christlichen Metzgern im hiesigen Schlachthof verboten werden, beantragte G.-B. Frey im Gemeindekottegium. G.-B. Neckermann erklärte, die Metzger ließen sich keine Vorschriften machen, wie sie ihr Vieh schlachten sollten. Wenn der christliche Metzger nickt schachten müßte, thäte er es nicht, übrigens tödte die Schußmaske auch nicht sofort; bei einem starken Thier müßten immer noch einige Sckläge auf den Kops gegeben werden, bis es tobt sei. G.-B. Dr. Stern betrachtete die Sache vom objektiven Standpunkt; es sei doch eigenthümlich, daß die MiÜtairverwaltungen in Ansbach und Mainz nur Fleisch von geschachteten Thieren zu Konserveusleijch nehmen, das Schächten habe also auch seine Vortheile. G.-B. Hartmann betonte, man solle ein Gewerbe, das schon von allen Seiten gedrängt werde, nicht noch mehr drängen, sondern den Antrag ablebnen.' Bei der Abstimmung erhoben sich nur die G.-B. Bayer, Frey und Schubert, der Antrag war somit abgelehnt". > Schweinfurt, 2.Februar. DasMärchenvon derFleisch. besudelung durch israelitische Metzger war am 22. v. Mts. Gegenstand einer Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer. Ange-