Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1901)
- Article
- München
- Date
- 1901-12-01
- Page
- 691 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichlen. 691 sofort bewußtlos zusammenbrach, wurde von Passanten in die nahegelegene elterliche Wohnung gebracht, während der Angreifer mit einem Genossen flüchtete. Der Thäter wurde jedoch nachträglich ermittelt und verhaftet. * Wien, 10. Dezember. Der Wiener Vicebnrgermeister I)r. Neumeyer wurde zu einer Geldstrafe von 1000 Kronen bezw. IO Tagen Arrest vcrnrtheilt, weil er den Advokaten Ritter von Ofenheim als Juden für fatisfattionsunfähig bezeichnet hatte. Der Kreisturnrath des 15. Kreises hatte hier vor vier Wochen beschlossen, alle Zu ihm gehörige Turnvereine, welche dem Pfingstbcjchlufse. nur Deutsche arischer Abkunft als Mitglieder aufzunehmen, nicht bis zu einer bestimmten Frist Folge leisten würden, als aus der deutschen Turnerscbaft aue-geschieden Zu betrachten. Dies hat den Turnverein „Aar" in Pilsen zu der Erklärung veranlaßt, daß er jenen „Pfingstbeschluß" nicht anerkenne, das Ausscheiden aus der deutschen Turnerschaft aber mit Rücksicht auf den „Heidelberger Beschluß" als ausgeschlossen betrachte. Dieser Beschluß, auf den sich der Verein „Aar" beruft, lautet: „Der Ausschuß der deutschen Turnerschaft erklärt es für feine Pflicht, die durch den Beschluß des fünfzehnten Kreises mit Ausschluß bedrohten Vereine zu schützen und unter Hinweis auf die in der letzten Rümmer der „Turner-Zeitung" veröffentlichte Erklärung des Vorsitzenden der deutschen Turnerjchaft, I)r. Götz, daß der Ausschuß der deutschen Turnerschaft es verstehen werde, alten, treuen Vereinen, die übel angebrachter Fanatismus hinausdrängt, in ihren Rechten und ihrem Verbleiben in der deutschen Tnrnerschaft den entsprechenden Schutz angedeihen zu lassen." Ueremsnachrichten. Seit der am 2-1. Oktober in dem großen Oberlichtsaale der „Philharmonie" abgehaltenen Vereinsversammlung, der weit über 1000 Mitglieder und Gäste beiwohnten, ist hier in Berlin keine Zusammenkunft unserer Mitglieder anberaumt worden, weil die unserem Dereinszweck fernliegenden inneren Angelegenheiten der Gemeinde alles Interesse in Anspruch nahmen. Der heftige Wahlkampf, welcher die GemüLher in hohem Grade erregte, ließ es nnthnnlich crfcheinen, die Arena zu