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Im deutschen Reich · 1901-11-01 · Heft 11 (November 1901) · p. 647

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 11 (November 1901)
Article
Dr. Heppners [Rezension]
Date
1901-11-01
Page
647 (sequence 1)
Language
German
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Bücherschau. 647 Or. Heppners jüdisch-littcrarischer Abreiß-Kaleuder pro 1902 (5662/63). Verlag von Israel Tuch in Koschmin. Die neue Ausgabe dieses Kalenders, die noch hübscher als die vorjährige ausgestattet und auch durch reichhaltigere Notizen vortheilbaft ausgezeichnet ist, bringt auf jedem Blatte das bürgerliche und jüdische Datum, kurze Hinweise auf das Leben und Wirken hervorragender Glaubensgenossen, Siunsprüche und Gedichte, welche dasJudenthum betreffen. Indem der Kalender die Kenntnis der jüdischen Geschichte und Litteratnr oermebrt und beständig an die denkwürdigsten Tage der jüdischen Gesammtheit sowie an diejenigen der Familie erinnert, trägt er in dankensweltbcr Seife dazu bei, die Anhänglichkeit an den Glauben der Väter aufzufrischen und das Selbstgefühl der Juden zu kräftigen. „The Jewish Eneyclopcdia.“ Verlag von Funk & Wagnalls, New 2wrk, 30 Lafavette Plaee. In Amerika, dem Lande der großen Dimensionen und der durch Theilung der Arbeit und Zusammenfassung der Kräfte erzielten, Niesen. Unternehmungen, ist unlängst der erste Band eines Werkes erschienen, das an die stauncnerregenden Monumentalbauten der neuen Welt erinnert, von denen die Zeitungen uns erzählen, und schon jetzt, wenigstens was den Umfang des Stoffes und die Höhe des Zieles anbelangt, das größte Werk des Ja'.mbunderts genannt werden kann, das auf dem Gebiete der jüdi'chen Literatur aufgcrichtet wird. Etwa 4 -5oo jüd. und christl. Gelehrte beider Erdtheile haben sich vereinigt, um ein auf 12 umfangreiche Bände berechnetes und *000 Seiten mit 200o teils reich kolorierten Illustrationen und zahlreichen Faesinulien umfassendes Wert zu schaffen, das nach einem Inder, an weichem länger als lu Jahre gearbeitet wurde, in etwa 5o 000 Artikeln das Gcsammtwifsen vom Judenthum auf Grund von Quellenforschungen in gemeinverständlicher Form zur Darstellung bringen soll. Die Kosten des Unternehmens, die bereits gedeckt sind, veranschlagt der Verleger des Wertes auf die Kleinigkeit von etwa 3/4 Millionen Dollars. Ehemals pflegte man etwas wegwerfend in Bezug auf die Wissenschaft des Jndenibums mit Anwendung eines biblischen Wortes zu sagen: „sie ist nicht jenseits des Meeres". Heute darf l)r. Singer, der Chefredakterrr des Werkes, feinen Sub kribcnten schmeichelnd das stolze Wort zurufen: ^American and English Judaism seeins destined to take the lead in the fortunes of Israel in the twentieth Century.“ Fast möchte man sich schämen, ein alter Europäer zu sein, wenn es nicht fast ausschließlich deutsche und europäische oder wenigstens aus

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