Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- Von Herrn Hermann Panicke
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 498 (sequence 2)
- Language
- German
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in' -Ihrer nächsten Ausgabe aufzunehmen und sage. Ihucu im vorauZ Meinen herzlichsten Dank dafür. Achtungsvoll H. Panicke. P. L. Berlin. Ihre Vorschläge sind gewiß gut gemeint. Friede mit diesem Verband ist aber unmöglich. Der Fehdehandschuh ist den Juden hingeworfen. Der Deutsch-nationale Handlungsgehilfen. Verband erklärt: „Wir verlangen von keinem Mitgliede ein bestimmtes Vlaubensbekenntuiß; Juden nehmen wir aber nicht aus." Damtt ist das Tischtuch zwischen dem Verband einerseits und jüdischen Chefs, sowie hoffentlich auch einem großen Theil andersgläubiger Prinzipale nndererftits zerschnitten. Mögen die Handlungsgehilfen einem solcher Verbände fern bleiben, der Unfrieden zwischen Prinzipalen und Angestellten sät. Sagen ja doch die Herren selbst: „Jeder kann ber uns austreten, wenn er will." (Siche Umschau S. 469.) Es heißt den Prinzipalen etwas viel zumuthen, wenn man von ihnen erwartet, Daß sie Mitglieder eines ausgesprochen antisemitischen Verbandes Zu ihren Angestellten machen! M. S., Berlin. Auf anonyme Anfragen ertheilen wir grundsätzlich keinen Bescheid. £; S., Berlin. Bezüglich der Notiz der „Rheinischen Volksstimme", wonach der ^getaufte Jude" Max Wurm in Tegernsee eine Lourdes-Grotte mit der Muttergotteestatue Zertrümmert haben sollte, berichtet uns ein Münchener Vereinsmitglied: „Diese Angelegenheit, Die sich wie ein rother Faden durch anscheinend alle antisewitischen Zeitungen Deutschlands und Oesterreichs geschlängelt hat, veranlaßte mich auf Ersuchen eines entrüsteten Lesers der Rheinischen Volksstimme" an 'Ort und Stelle, in Tegernsee, genau zu recherchieren. Die Nachforschungen ergaben, daß die Sache, sich wie folgt verhält: Der Verwalter des Krankcuhauseö in Legeraste, Herr Wurm, war niemals Jude; er ist ein geborener Katholik, auch seine Vorfahren waren Katholiken. Die LourdcS Grotte ist nicht zertrümmert, sondern nur aus praktischen localen Gründen beiseite gestellt worden, und so hat die ganze Sache, wie gesagt, mit dem Judcnthume gar nichts zu thun. Es ist bereits vor Wochen die „Rheinische Volrsstimme" ersucht worden, die unwahre Berichterstattung richtig zu stellen, was bis zur.Stunde, jedoch noch nicht 'erfolgt ist. Daß die „Deutsche Tageszeitung" sich zu einer Richtigstellung verstehen würde, oder 'die „Germania", die aus Naheliegenden Gründen auS dem katholischen Krankeuhausverwalter Max Wurm einen „evangelisch getauften .Juden"' gemacht,' ist auch' nicht anzunehmen. „E Lisierle Falschheit is all'weil dabei!"