Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1901-08-01 · Heft 8 (August 1901) · p. 440

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 8 (August 1901)
Article
[Ohne Titel] / Im deutschen Reich <Redaktion>
Date
1901-08-01
Page
440 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
address
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2316602-2316676-2316684--08516-2328248
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

'I.', £)-:r. L,\.v „ '5. Kaiser" zu Hohenwarthe am 22. Juni eine Festrede, über.welche die antisemitische „Sachsenschau" berichtet: „Er schilderte in kräftigen Strichen die sinnigen religiösen Gebräuche unserer Vorfahren, und zeigte, daß die Religion der alten Deutschen mindestens -ebenso vollwcrthig wie die im Alten Testament niedergelegte Lehre deZ Volkes Israel, zum wenigsten aber bedeutend reiner und edler und vorbildlicher als die Familiengeschichten der Erzväter (Abrahams Vertreibung derHagar, Lots Schändung durch seine Tochter, Jacobs vielfache Schwindeleien usv.) sei. Er zeigte ferner/rdaß das deutsche Volk sich von der altsüdifchen Zehovalehre befreien, und an die lichte Baldurlehre die Lehre des Nazareners angliedern müßte. Er wies zum Schluß nach, daß wir danach streben möchten, daß unsere Nachkommen mit demselben Stolze auf uns zurüüblicken könnten, wie wir jetzt auf unsere heldenhaften Vorfahren, welche nicht die Herrschaft eines fremden Volkes .(wie wir jetzt die des jüdischen Volkes) geduldet hätten." — Leute,, die solchen Lehren zujubeln, bilden für ein jüdisches Haus eine stete Gefahr; sie .passen aber auch kaum in. ein christliches Haus, in dem die an die „Jchovalehrc ungegliederte Lehre des Nazareners" noch in Ehren gehalten , und nicht dem heidnischen „Baldur-SonneNdrenft" ««gepaßt wird. Solche Elemente von sich fern halte::, heißt nicht „boykottieren" sondern eine vernünftige „Prophylaxis" üben. Die Redaktion. Seitkurzem wird wieder in jüdischen, wie mchtjüdischen Zeitungen die schon häufig erörterte Frage besprochen, öl1' Juden „produktiv" thätig sind, oder nicht. Luter „produktiver ThäLigkeit" wird hierbei — freilich «Lwiffenschastlich' genug — nur die des -Säuern oder des Handwerkers Vcchiwden, während es doch'keinem u,v:istl umerlirgen rann, daß, vASwwchs'astlich gesprochen, Gelehrte, chist.stler, Karslxr.tr in gleicher Weise pr.w iw Arbeit leister. Aber Wicht wenn hierunter nur Handarbeit in., Wwchatz zur Kopfarbeit rechtvndeu werden soll, trifft der Vorwurf, Inder seien, in Berufen, dir mit körperlicher Anstrengung verbnuden sind, nicht vertreten, diese st: reiner Weise. Mit hstchi ist -schon von Herrn Nabv. Sr. Münz n: Glervitz ans. die Handle erker Schlesiens und vor. and wer Seite auf die jüdischen Säuern in-Argnstinicn und, den übr'g.: kkolonisn verwiest:: wschm. Zu vcrl." .der:: ist nur,' daß dl cher nicht die rnntliche S-Lawsti? des D.uisch genau angiebt, wir viel Jude- . - c 5 hcrörrgrzr Trchscha Nernst treiben. wel-.hc i'aud- . u erbc-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.