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Im deutschen Reich · 1901-08-01 · Heft 8 (August 1901) · p. 437

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 8 (August 1901)
Article
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Date
1901-08-01
Page
437 (sequence 1)
Language
German
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Bei 'der Ncdaltiou ist erngegaugen: Jos. Feiner. NealZchullehrer in Hamburg.- Kulturelle Bestrebungen innerhalb der deutschen Juden heit. Verlag „Israelitisches FamilienblaLt," Hamburg. Bericht über die ThätigkeiL des Verbandes der Westpreußischen Synagvgen-Gemeinden Lm vierten Verbandsjahre 1900—1901. Danzig. I. H. Jaeobsohn 1901. SÜWSsSLdt. In dem Artikel der Juni/Juli Ausgabe ^Kleinstadt und Pincenez" wird hinsichtlich des--Prozesses „Moritz Levy" erörtert, wie es sehr wohl möglich sei, daß man in kleinen 'wie in großen Städten mit Leuten täglich verkehren, auch sprechen, ja sogar gesellschaftlich und geschäftlich in Verbindung stehen könne und dennoch nach bester Ucberzeugung behaupten, ja beschwören dürfe, die Betreffenden nicht gekaünt zu haben. Einsender ist in Hamburg geboren, besucht seit fast 50 Jahren die Börse, steht auch im regsten Verkehr mit den jüdischen Gemeindeverhältniffen und Institutionen, wird von einem sehr bedeutenden Theil der jüdischen und nichtjüdischen Bewohner, Hamburgs gekannt und geräth^dennoch selbst fast täglich in dieselbe Situation, welche Herr Klausner-Davo«. so drastisch schildert, weil er ebenfalls wegen starker Kurzsichtigkeit seit seinem I*. Lebensjahre eine Brille tragen muß, und weil auch ihm das Physioznomieen-Gedächtuiß fehlt. Noch mehr; derselbe erkennt aus der Straße kaum die Mitbewohner seines Hauses und grüß: daher sehr oft ganz Unbekannte, um nicht als urchöftich verschrieen zu werden. Wie würde cs ihm also trotz seiner zurückgelegten 70 Jahre ergehen, wenn er aus innerster Ucberzeugung einen ähnlichen Eid leisten sollte . oder müßte? Damit aber unsere Gegner einen Begriff öownnnen — und das muß ihnen ungeachtet der bekannten Thalsache doch immer und immer wiederholt werden — wie die Heiligkeit des Eides dem Juden von der Kindheit an ins Gewissen geprägt wird, genosten Gie mir als Laien bei dicker Gelegenheit auch .noch ftstostw kurze Bemerkung: Dreimal'im Jahre werden in Len 'jüdischna Hoest chmston die Zehn-Schote vorgetragen, welche bekanntlich die Hcmghmnmg des Schwures noch heute wie am Sinai in der ' Mahnung euchststa: „Du darfst den' Namen des Herrn, Deines Gottes n-chtvergoülich — nun gar zum falschen — auSsprechcn, denn

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