Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 8 (August 1901)
- Article
- Von Herrn F. W. Hoffmann
- Date
- 1901-08-01
- Page
- 433 (sequence 2)
- Language
- German
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führung des Bdrv^ci;bni Blattes' ist nxic nicht bekannt, ich habe es überhaupt nicht zu Gesicht Lekemmen. Jur übrigen erlaube ich mir noch zu bemerken, daß ca. die Hälfte meiner Licferantcn jüdische Finnen sind, was' bei der von Ihnen angenourmeneu Tendenz gewiß nicht der Fall wäre. Ich bitte Sie, in geeigneter - Weise davon Notiz zu nehmen. Hochachtungsvoll F. W. Hoffmann. O. R. Berlin. Für einen tüchtigen Rechtsanwalt bietet sich jetzt in Margornn günstige Gelegenheit zur Niederlassung. Näheres kann auch die Redaktion dieser Zeitschrift mittheilen. .D. S. Magdeburg Die Bersanrmlung, welche der antisemitische „Deutsche Volksbund" am 20. Juni an Stendal veranstaltete, war sehr zahlreich besucht, aber statt des als Vorsitzenden angekündigten Profeffors Dr. Paul Förster sprach Redakteur I. Wilberg, der, wie der „Altmärker" am 22. Juni in seinem Berichte versicherte, „sechs.Jahre ' an der „Staatsbürger Ztg." thätig war, dann aber aus reiner Ueberzeugung zum deutschen Volksbunde überging". Er LehLndelte die beiden Themata „Der Burcnkrieg" und „Die Juden, die Herren der Welt", wie eben Antisemiten dieses Schlages solche Dinge zu behandeln pflegen und erntete dafür, den Beifall, der solchen derben Ausführungen von einer seusationslüsterucn Zuhörerschaft gezollt zu werden pflegt. Zur Diskussion' erbat Herr Meyer das Wort zu einer Entgegnung, in welcher auf die christlichen Direktoren gewisser -Banken und auf die Auszeichnungen, hmgcwiesen wurde, welche der Kaiser dem Generaldirektor Saum zu Theil werben ließ. Da Herr Wilberg als Referent das Schlußwort hatte, nutzte er Lies selbstverständlich aus, um ' die Wirkung der Ausführungen des Vorredners möglichst abzuschwächen. Daß der VokLLund dadurch viele Mitglieder gewonnen hat, ist nicht anzuuehmen; nach Len Erfahrungen des Jahres 1893 läßt sich viel-, mehr voraussehen, daß sich dir Bewohner Stendals durch den Manu der „reinen Ueberzeugung" nicht von ihren Ueberzeuzungen abwendig machen ließen! P. M. Wir stimmen Ihrer Behauptung vollständig' bei, LH die Art, in welcher die «Staatsbürger Ztg." am 15. Juni das Verschwüren des Lei dem jüdischen Barbier Michaelis in Schneidemühl in'der Lehre fteheuden!ö Jahre alten Otto Muschkorpe! auf die Absicht deutete, dieses Vorkommnis für die annstmsiischcn Parteizwccke möglichst ' ariszubenten. Das. in der