Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1901)
- Article
- Berlin
- Date
- 1901-05-01
- Page
- 280 (sequence 4)
- Language
- German
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280 Fm deutschen Reich. Um vielfach ausgesprochenen Wünschen nachzukommen, hat der Ausschuß des Verbandes der Vereine für jüd. Geschichte und Litteratur in Deutschland sich entschlossen, das Gedenkbuch für Samuel David Luzzatto und den letzten Band des Jahrbuchs für jüd. Geschichte und Litteratur pro 1901, so weit der Vorrath reicht, allen Rabbinern, Lehrern und Kantoren, die sich direkt unter Einsendung des Betrages an Herrn Maximilian Heymann, Berlin NW., Roonstr. 9, wenden, zu dem ermäßigten Preis von Mk 1,00 inkl. Porto zu überlassen. Die Berliner „Volksbund"-Antisemiten der Richtung des Professors vr. Paul Förster haben sich nun financiiert. Im Handelsregister findet sich folgende Eintragung: Nr. 1374: Deutsche Hochwacht, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gegenstand des Unternehmens ist: 1. Erwerb und Weiterführung der Wochenschrift „Deutsche Reform", die vom l. April 1901 ab unter dem Namen „Deutsche Hochwacht" erscheinen wird, und des mit dieser Wochenschrift verbundenen Buchhandels; 2. Beschaffung und Bereitstellung von Arbeitskräften und Geldmitteln für den „Deutschen Volksbund" zu Berlin, und zur Erreichung dieses Zwecks geschäftliche Unternehmungen verschiedenster Art. Das Stammkapital beträgt: 38O0O Mk.; Geschäftsführer ist Rechtsanwalt Eduard Jüngst in Deutsch-Wilmersdorf. Der Gesellschaftüvenrag ist am 26. März 1901 feftgestellt. Von den Gesellschaftern Prof. vr. Paul Förster in Friedenau, vr. Otto Schmidt in Charlottenburg, Rentier Wilhelm Bartsch in Stralau und Rechtsanwalt Eduard Jüngst in Deutsch-Wilmersdorf bringt ein jeder seinen Geschäftsantheil an dem Vermögen der Firma „Deutsche Reforms- Gesellschaft mit beschränkter Haftung, welche ihren Sitz in Berlin hat, in die Gesellschaft ein, und zwar Förster zum Werthe von 3000 Mk., Schmidt zum Werthe von 3000 Mk., Bartsch zum Werthe von 2000 Mk., Jüngst zum Werthe von 15 000 Mk., unter Anrechnung dieser Beträge auf die betreffenden Stammeinlagen. Am 1. Maiverschied hier in Berlin im 66. Lebensjahre unser Vereinsmitglied, Kommerzienrath 'Bernhard Loeser, der Chef der großen Cigarrenfabriken Loeser & Wolfs in Elbing und Braunsberg, in welchen zusammen über 3000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt sind. In Berlin allein besitzt die Firma 65 eigene Verkaufsgeschäfte. Dem'Verstorbenen, der durch Fleiß und Tüchtigkeit sein Unternehmen rus kleinen Anfängen auf diese Höhe gebracht und vielfache Wohl- -hrtseinrichtungen für seine Arbeiter geschaffen hat, wird außerdem Lfier Antheil an vielen mildthätigen Bestrebungen nachgerühmt. Die