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Im deutschen Reich · 1901-05-01 · Heft 5 (Mai 1901) · p. 278

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 5 (Mai 1901)
Article
Berlin
Date
1901-05-01
Page
278 (sequence 2)
Language
German
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278 Im deutschen Reich. freilich nur die Daten bis zum 1. November 1900 enthält, also nur übe, die Veränderungen von 7 Monaten (1. April bis 1. November 1900' berichtet, weist unter 127 neuen Anstellungen 4 von Juden auf, die siä auf 3 städtische (2 in Berlin, 1 in Breslau) und 1 königliche Anstall (Progymuasium in Neumark, Westpreußen) vertheilen; ihre Wartezeij beträgt im Durchschnitt von der Ablegung der Staatsprüfung an gerechnet 7 Jahr 8 Monat, seit Beendigung des Probejahrs 5 Jahr 6 Monat. Während unter den 100 zum 1. Oktober. 1900 neu angestellten Oberlehrern 15 sofort nach erlangter Anstellungsfähigkeit, 6 nach V2 jähriger, 3 nach 1 jähriger, 11 nach 1^2 jähriger Wartezeit zur definitiven Anstellung gelangten, befinden sich unter den jüdischen Kandidaten 6, die länger als 10 Jahre, 3, die über 8 Jahre schon die Anftellungsfähigkeit besitzen, aber Anstellung noch nicht gefunden haben. Diesen ungünstigen Verhältnissen ist es wohl auch zu. zuschreiben, daß unter den Hülfslehrern der letzten Jahrgänge sich fast gar keine Juden mehr befinden. Unter den 174 Probanden sind 3 Juden (1 Frankfurt a. Main, 2 Berlin), unter den 211 Seminarmitgliedern 5 (wiederum nur in Frankfurt a. Main und Berlin). — Wie in den Vorjahren giebt es in 6 Provinzen nicht einen einzigen jüdischen Oberlehrer; es sind Ostpreußen, Pommern, Hannover, Schleswig-Holftein, Westfalen, Rheinprovinz. Der- 1 jüdische Ober, lehrer, den die Provinz Brandenburg bisher hatte (Frankfurt a. Oder, städtisches Realgymnasium), befindet sich jetzt unter den evangelischen. I jüdischer Oberlehrer ist in der Provinz Sachsen (Magdeburg, städtisches Gymnasium), 3 in Westpreußen (! Thorn, königl. Gyim nasium, 1 Danzig, städtisches Realgymnasium, 1 Neumark, königl. Progymnasium), 5 in Posen (2 Stadt Posen, je 1 in Bromberg, Fraustadt, Meseritz an den königl. Gymnasien), 8 in Schlesien (5 in Breslau am städtischen Johannesgymnasium, 1 -an der dortigen Oberrealschule, 1 an'der städtischen Realschule zu Kattowitz, 1 am städtischen Progymnasium zu Myslowitz), 22 in Hessen-Nassau (18 an den beiden Anstalten der jüdischen Gemeinde in Frankfurt, 2 an städtischen Gymnasien, 2 an städtischen Realgymnasien), 33 in Berlin 0 an einem königl. Gymnasium, ' an städtischen Anstalten und zwar 7 an Gymnasien, 6 an Realgy! .nasien, 3 an den beiden Oberre.alschulen, 16 an den Realschulen). — Es beträgt also die Zahl der jüdischen Oberlehrer im preußischen (..)aate 72, davon 22 an den beiden Anstalten der jüdischen Gemeinde n Frankfurt a. Main, also ohne diese 50. Die Gesammtzahl der ^.^rlehrer beträgt 6106; es ist also der Prozentsatz der Juden — 1,18 inkl. der Frankfurter Oberlehrer, ohne diese — 0,82. Unter den 2500 Oberlehrerstellen an

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