Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1901)
- Article
- Herr Rabbiner D. J. Elbogen in Florenz schrieb uns
- Date
- 1901-02-01
- Page
- 110 (sequence 2)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. 110 EtLt verwendet werden, zumal die Erhaltung des Friedhofs ihrerseijj große Ausgaben und Abschreibungen erfordern.! Thatsächlich kann im Allgemeinen den nicht geringen Ausgabe! (1899: 177.442,70 Lire) mit den regelmäßigen Einnahmen sehr woh genügt werden. Nur wenn unvorhergesehene Ereignisse sehr zahlreich und kostspielige Ausgaben (z. B. außergewöhnliche Reparaturen öb, Grundbesitz) nöthig machen, muß allerdings ein Theil derselben ad den Reservefonds gedeckt werden.! Da die Veröffentlichung des vorstehenden Schreibens im Januar- Heft nicht mehr möglich war, sandten wir dasselbe an Herrn Earü Levi in Rom und erhielten darauf folgenden Bescheid: Herr Advokat Giacomo Foligno in Florenz, einer nreiner liebster! Jugendfreunde und Sekretär des Vorstandes der dortigen Israelitischer! Gemeinde, sendet eine höfliche Mitteilung ein, um einige Thatsacher. und Umstände aufzuklären und richtig zu stellen, die ich in meiner! Artikeln über „die Juden in Italien" behandelt habe. Diese Mittheilung beweist, daß die Israelitische Gemeinde in Florenz bei dem Kampfe, den sie durchkämpft, mit den erreichten Erfolgen zufriet-m sein kann. Und ich, höchst erfreut über die Feststellung dieser ThÄsache, welche man einer redlichen und einsichtigen Verwaltung verdankt, knüpfe daran den Wunsch, es mögen alle unsere religiösen Gemeinden eine gleiche Leitung haben, und ihre Vorstände, Sekretäre von der Emsichi und Tüchtigkeit des Herrn Advokaten Giacomo Foligno sein. gez. Earlo Levi. Wcher scharr. Vogelfrei: Ein Blick auf das erste Jahr des zwanzigsten Jahrhunderts, betitelt sich die im Verlage von M. Evenins in Brandenburg a. H. kürzlich erschienene Broschüre, deren Verfasser, Rektor vr. Ackermann, darin die antisemitischen Vorzüge der Jahrhundertwende einer kritischen Betrachtung unterziebt. Ausgehend von den traurigen Erfahrungen bei dem Fall Dreyfuß und dem Polnaer Prozeß, wendet sich der Autor der Konitzer Sache zu, um die einzelnen Stadien derselben zu beleuchten. Dabei hebt er zwei Punkte besonders hervor: die Durchsuchung der Svnagoge nach Spuren eines religiösen Mordes und die an Gerichtsstelle gepflogene Diskussion über den Schächtschnit Ob wohl auf eine vage Verdächtigung hin, wie sie der Konitzer Synagogendurchsuchung zu Grunde