Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1901)
- Article
- Die Juden als Soldaten
- Date
- 1901-02-01
- Page
- 71 (sequence 7)
- Language
- German
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Die Juden als Soldaten. 71 1870/71 'in der 5. Compagnie des 64. Infanterie-Regiments unversehrt durchgemacht, 1866 als Ge.'reiter, 1570 71 als Unteroffizier der Reserve. In übergroßer Bescheidenheit hat er es stets abgelehnt, die That, für welche er die außerordentliche Auszeichnung erhielt, weiteren Kreisen bekannt zu machen; er hat deshalb auck die Aufforderung der Herausgeber des „Deutschen Heldenbuchcs" und „Wie wir unser Eisernes Kreuz erwarben" ablehnend b. antwortet. Soweit bekannt geworden ist, hat Herr Rawitz, der während des letzten Theils des Feldzuges Offizierstienste verrichtete, sich wiederholt in den Kämpfen vor Le Maus in den Tagen vom 6. bis 13 Januar 1871, besonders aber im Treffen bei Ardenay am 9. Januar 1871, ausgezeichnet. Dafür wurde ihm das Eiserne Kreuz I? Klaffe verliehen, nachdem er bereits vorher für Auszeichnung in früher stattgefundenen Gefechten das Eiserne Kreuz II. Klaffe erhalten hatte. — Von den Hinterbliebenen des im vorigen Jahre in Breslau verstorbenen Pnvatiers Ludwig Jachmann, der eine preußische und eine badische Auszeichnung besaß, er« hielten nur eine Abschrift des nachstehenden Führungs-Attestcs: „Der Füsilier Ludwig Jachmann, geb. zu Neuenburg. Kreis Schwetz, Regierungsbezirk Marienwerder am 15. August 1523, ist den 1. April 1847 bei der 7. Cemvagnie 30. Infanterie-Regiments eingetreten, woselbst er bis.zum 30. September 1847 Dienste geleistet yat; vom 12. Juni bis zum 23. September 1548, sowie vom 13. Mai bis 31. Dezember 1849 stand derselbe als Reservist bei der 10. Compagnie des 30. Infanterie-Regiments, iuad)te den badischen Feldzug mit und wurde am 25. Juni 1849 in dem Gefecht bei Durlach in dem rechten Oberschenkel, sowie in deur rechten Fuß durch Flintenkugeln verwundet, in Folge dessen derselbe den 1. Januar a. c. als Ganzinvalide mit der Pension zweiter Klaffe vorläufig bis Ende September 1853 und dem Eivil-Versorgungsschein, entlasten wurde. Religion mosaisch. Seine Führung war dienstlich und moralisch recht gut, und er hat sich auch aus dem Gesechtsfelde als braver Soldat die besondere Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erworben. Nachträglich ausgestellt. C. Q. Buchen, den 14. Juni 1850, gez. Ollech, Hauptmann und Chef der 10. Compagnie 30. Infanterie-Regiments. Für die soldatische Tüchtigkeit der Inden spricht auch ein uns im Original vorgelegtes Zeuzniß, welches Herrn Siegfried Cohn in Bromberg von seinem ehemaligen Compagnie Chef ausgestellt worden ist: „Der p. Cohn, welcher von der Errichtung des Ersatz-Bataillons der 7. Infanterie- Brigade bis zu dessen Auflösung (vom 17. Juni bis 22. August d. I.) bei der mir untergebenen Compagnie als Gefreiter gestanden, hat sich während dieser Zeit unausgesetzt und in jeder Beziehung musterhaft