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Im deutschen Reich · 1901-01-01 · Heft 1 (Januar 1901) · p. 62

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 1 (Januar 1901)
Article
Heppners [Rezension]
Date
1901-01-01
Page
62 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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])r. Heppners jüdifch-littcravifcher Abreif;-Ä,1 lo n bci pro 11)01 (5661/62). Verlag vcu Io'iael Tuch in Koschmi». Preis 80 Pfg. Dieser Kalender bringt auf jedem Blatte d^s bürgerliche mit jüdische Datum, kurze Hinweise ans das Leben und Wirken hervorragender Glaubensgenossen, Sinnsprüche und Gedichte, welche das Judenthum betreffen. Dadurch verbreitet er die Kenntnis; der jüdischen Geschichte und Litteratur und trägt mit dazu bei, die Anhänglichkeit an. den Glauben der Väter zu kräftigen und das Lclbstbewußtsein tzxr Juden zu heben. vr. Ackermann. Vogelfrei. Vortrag. Verlag der Buchhandlung von M. Evenius, Brandenburg a. H. Preis 50 Pf. -2H Siugejarrdt. Veranlaßt durch den Artikel „Antisemitischer Thierschutz" im Oktoberbeft der Zeitschrift des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, kann ich nicht umhin Einiges zu dem Rundschreiben des „Berliner Thierschutz-Vereins" zu bemerken. Zunächst möchte ich vorausschicken, daß ich auf dem Standpunkte stehe, daß es eine Pflicht jedes zartfühlenden, rechtdeukenden Menschen ist, sich den Schutz der armen Thiere angelegen sein zu lassen; auch bin ich selbst viele Jahr§ Mitglied des bieflgen Thierlchutz-Vereius gewesen und habe als solches den Vorsitzenden verschiedentlich auf Vorkommnisse aufmerksam gemacht, denen derselbe mit Erfolg entgegen getreten ist. Wenn der Berliner Thierschutz-Derein sich aber zur Agitation gegen das rituelle Schächten der Thiere hergiebt, so erblicke ich darin eine Drangsalierung einer gleichberechtigten Minderheit von Staatsbürgern, die dadurch in ihren religiösen Gefüblen beunruhigt werden. Will der Berliner Thierschntz-Verein aber wirklich groben Tierquälereien entgegen treten, dann bleibt ihm ein großes Feld seiner Thätigkeit in Nachfolgendem: l. Es ist bekannt, daß in Dörfern, Gutsbezirken und den einzeln liegenden Gehöften fast jede Familie ein oder mehrere Schweine für den eigenen Gebrauch mästet, — wie sieht cs mit der Schlachtung dieser Thiere aus? Meistens besorgt dies ein Dorfbewohner, der nickt Fachmann ist, und häufig auch ein Knecht, und wie sind die Vorbereitungen zu dieser Schlachtung? Das Schwein wird aus dem Stalle gezerrt und zur Erde geworfen, alsdann wird cs oft drei bis viermal und mitunter noch häufiger abgestochen, bis die Hauptader getroffen ist. Um es zum Verbluten zu bringen, werden die Vorderschinken in Bewegung gesetzt,

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