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Im deutschen Reich · 1901-01-01 · Heft 1 (Januar 1901) · p. 54

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 1 (Januar 1901)
Article
O. R., Hamburg
Date
1901-01-01
Page
54 (sequence 2)
Language
German
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H»l bcutntcu Acich. 54 brachte am 13. Januar einen Bericht aus Wien, in welchem dargeleg wird, welche trübe Erfahrungen der „Verein österreichischer Handels angestelltcr" in der Gefolgschaft I)r. Luegers gemacht hat. S> urtheilcn Antisemiten immer über ihre Gesinnungsgenoffen, wenn dies zeigen sollen, was sie an veiantwortlichcn Stellen zu leisten vermöge« Die Ha »burger Handelsangestellten werden mit dem Triumvira Scback-Raab-Jacobsen kaum bessere Erfahrungen machen. <0% MittheUungen der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunftdenkmaler zu Frankfurt a. Main. Heft!. Oktober 1960. Im August 1*99 hatten wir in dieser Zeitschrift mehrere Unternehmungen erwähnt, welche ein vertieftes Studium der jüdischen Kulturgeschichte zu fördern und populär zu machen beabsichtigen. Nach dem Hamburger Verein für Volkskunde und dein Wiener Museum ist nun auch die zu Frankfurt am Main domizilierte Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler mit einer Publikation dervorgetreierr. Herr Frauberger, Direktor des Kunstgewerbemuseums zu Düsseldorf, einer der unermüdlichsten und glücklichsten Kunstfammler, war im Fahre 1895 ersucht worden, bei der Beschaffung eines Entwurfes zu einem Umsaffungsgitter für ein jüdisches Grab behüstich zu sein. Da er in dem von ihm geleiteten Museum keine zur Lieferung paffender Symbole geeigneten Vorbilder fand, faßte er den Plan, durch eine gründliche Untersuchung der Plätze, in denen sich alte Reste jüdischer Kunst vorfanden, Kenntniß von dem noch vorhandenen Material zu gewinnen. Durch photographische Aufnahmen und Zeichnungen sollte Zlluftrationsftoff beschafft- und in einem großen Lorlegewerk ein Formenschatz jüdischer Kunst der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Mit Unterstützung mehrerer Herren aus Frankfurt a. M., besonders des Herrn Charles L. Hallgarten, welche zu diesem Zwecke die oben bezeichnete Gesellschaft gründeten, konnte Herr Frauberger an die Ausführung dieses Projekts herantreten. Er hat uns in Berlin vor einigen Zähren im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur einen interessanten Vortrag über die vorläufigen Ergebnisse seiner Reisen und Forschungen gehalten. Jetzt liegt nun die erste Veröffentlichung der Frankfurter Gesellschaft vor. Es ist ein vornelmi auögestattetes Heft in Groß-Qnart, geeignet, jedem Büchertisch.

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