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Im deutschen Reich · 1901-01-01 · Heft 1 (Januar 1901) · p. 52

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 1 (Januar 1901)
Article
S. M. Breslau
Date
1901-01-01
Page
52 (sequence 2)
Language
German
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52 Z ni" "iDeüt) c&c n 'Dt c;‘ü). Behauptung der „Slaatsbürger-Ztg." Hält der erfindungsreiche Odysseus denn wirklich sein Lesepublikum für so. cyklopeumäßig dumm, nicht zu wissen, daß der unglückliche Nietzsche der Bruder und Pflegling jener Frau Dr. Förster war, deren Gatte als einer der energischsten Antisemiten die sogenannte „Berliner Bewegung" einleitete? M. R. Stettin. Ja ähnlichen Fällen genügt es nicht, jüdische oder freisinnige Blätter zu einer Entgegnung zu veranlassen; vielmehr empfiehlt es sich, in demselben Blatte, in welchem der Angriff erfolgte, eine Erwiderung als bezahltes Inserat zu veröffentlichen. Als kürzlich in dem amtlichen „Meißner Tageblatt" der Artikel der „Konservativen Korrespondenz" „Zersetzende Einflüsse" vollinhaltlich ab. gedruckt wurde und im Arschtuß an diesen Artikel, ein „Wahrmund" Unterzeichners „Eingesandt" erschien, welches den Rassenantisemiti.smus in krassester Form Predigte, wurde in demselben Amtsblatt ebenfalls als Eingesandt nachstehende Entgegnung veröffentlicht: Sehr geringe Achtung vor der Religion überhaupt und vor der Macht der Taufe scheint der Einsender des mit „Wahrmu nd" unterzeichneten St er nberg.Ein gesandtes in Nr. 270 dieses Blattes vom 2l. vorigen Monats zu haben. Entweder glaubt man an die gewaltige Wirkung der Taufe, dann muß es gleichgiltig sein, ob Jemand in erster, zweiter oder dritter Generation getauft ist; ist aber die Rasse unaus. löschlich und durch keine Taufe zu bannen, wie w ll man sich da mit dem Glauben an Christus abfinden? Wahre Menschlichkeit, Geistes- und Herzensbildung ist unverträglich mit Rassenhaß und Maffenhaß, mit Raffenstolz und Massenüberhebung. Wer edel und gut ist, soll geachtet werden, welcher Raffe er auch angehört; wer aber unedel und gemein ist, den mag auch seine Zugehörigkeit zu einer gleichen Raffe vor der verdienten Verachtung nicht schützen. Diese Leitsätze, welche seit Jahrtausenden als 'Richtschnur wahrer Bildung gegolten haben, sollte der Einsender jener Notiz beherzigen, dann würde er dazu beitragen, zersetzende Einflüsse von unserer Eultnr und unserem Vaterlande fern, zuhalten. 'S. Das scheint uns der richtigste Weg, Abwehr wirksam zu üben. Was in sächsischen konservativen Blättern möglich ist, wird sicher auch in preußischen Blättern zu ermöglichen sein. G. S. Krefeld. . Die Notiz in der Iöken'schen „Deutschen Zeitung", wonach der jüdische Handelsmann Z. Lewy m Dühringshof sein Dienstmädchen am Bußtage derart mit Schlägen mißhandelt habe, daß es sich zu seinen Eltern nach Landsberg a. W. flüchtete, ist Wort für Wort, der Berliner „Staatsbürger Zeitung^' entnommen. Einen Handelsmann I. Lewy giebt es in Dühringshof nicht, wohl aber einen Kaufmann Gustav Levy, der seinem Kindermädchen wegen

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