Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1901)
- Article
- Mainz
- Date
- 1901-01-01
- Page
- 40 (sequence 2)
- Language
- German
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Am deutschen Reich. 40 seine Anstellung flcfunfcen, und zwar als Oberlehrer am Offenbacher Gymnasium. Posen, 15. Januar. Zum Vorsteher der.hiesigen Stadtverordneteu- Versammlung ist der praktische Arzt vr. Josef Landsberger (unser Pereinsmitglied) gewählt worden. Dr. Geh. Justizrarh Orgler, welcher 15 Jahre das Borsteheramt bekleidet, dasselbe aber jetzt aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt hat, wurde einstimmig zum Ehrenbürger der Stadt Posen ernannt. o* Wehlau, 11. Januar. In der vorgestrigen Stadtverordneten- Persammlung erfolgte die Wiederwahl des bisherigen Stadtverordneten- Vorstehers Levit mit Einstimmigkeit. -9- Wien, 9. Januar. Die „Österreichisch-Israelitische Union", deren Ziele und Bestrebungeu vollständig denen bec- Ceuttal-Vereins deutscher Staatbürger jüdischen Glaubens gleichen, hat auch neuerdings sich das Organ dieses Vereins zum Muster genommen und gwbt seit dem 1. d. M. statt der bisherigen zwanglosen Blätter eine Monatsschrift heraus, die ihren Mitgliedern Belehrung und Rechens l ast über die Vereinsthätigkeit bieten soll. Die bemerkcnswerthe Einleitung der ersten Nummer bildet ein Aufruf an die gesammte Judenschaft OLstemichs, in tem u. a. wörtlich gesagt wird: „Mit der platonischen Sympathie für unsere Bestrebungen ist uns nicht gedient. Wir brauchen jeden einzelnen Mann! Der „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in Berlin, der die gleichen Ziele des Rechtsschutzes und der Abwehr verfolgt, wie'die „Oesterreichisch-Jsraelitijche Union", zählt mehr als 50000 Mitglieder in ganz Deutschland. (Die Zabl unserer Mitglieder ist weit größer als die Wiener Herren annchmeu. Die Red.). Man nenne uns die österreichisch-jüdische Corporation, die auch nur über deu zehnten Theil dieser Macht verfügt. Auf das Gewicht der Lhatsache, daß Zehntausende und Aberzehntauscnde" österreichischer Juden kampfentschlossen hinter uns stehen und einer einheitlichen Parole folgen, können wir nicht verzichten. Kostbare Rechte sind auf dem Papier geblieben, weil der gemeinsame Wille und die Unterweisung zu ihrem Gebraucke bisher gefehlt haben. Wohlan denn, lernen wir sie gebrauchen! Unser Rüstzeug ist nicht so armselig, als man nach der Schwäche, die wir bekundeten, vielfach anzunehmen geneigt ist! Noch haben wir das Recht der freien Meinungsäußerung Lm Wege der Presse, noch haben wir daö Vereins- und Verjammlungsrecht, .das Beschwerderecht gegenüber den Behörden, das Klagerechr vor den Gerichten und- — lagt not least — die parkamentansche