Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 6 (1900)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1900)
- Article
- Hechingen
- Date
- 1900-12-01
- Page
- 655 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Korrespondenzen. 655 und dadurch die Näherin Buckenneier sowie die Arbeiterin Bonevie verletzt haben. Das Liebermann'sche Blatt behauptet ferner, die Arbeiterin Bonevie habe von Herrn Isidor Levy für Geschäftsversäumnisse nur 20 Mark und die Aufforderung erhalten, für seine Rechnung sich eine neue Blouse und einen neuen Schirm anzuschaffen; die Buckenneier sei aber für die erlittene Schrotkorn-Verwundung gar nicht entschädigt worden. — Diese Darstellung ist eine offenbar tendenziöse. Wie durch Augen- und Ohrenzeugen festgestellt worden ist, war gar kein Wild zu sehen, auf das Levy hätte zielen können, als der Schuß durch „Ausgleiten" des Jägers auf dem feuchten Boden und durch Anhaken des gespannten Gewehrs an einem Joppenknopfe losging. Ein Zuruf erfolgte nicht, als in demselben Augenblick hinter einer Böschung mehrere Mädchen hervorkamen, von denen zwei durch Hühnerschrot ungefährliche Fleischwunden erhielten. Die Elise Buckenneier, welche nach eintägiger Unterbrechung ihre Beschäftigung fortsetzen konnte, wurde von Herrn Jstdor Levy mit 20 Mark entschädigt; die Bonevie erhielt nach 14tägiger Bersäumniß 70 Mark, eine Blouse, einen Rock und einen Schirm. Beide Entschädigungen wurden von Herrn Stadtförster Zunzer als „reichliche" bezeichnet. Konstanz, 2. Dezember. Unserm Vereinsmitgliede, dem leitenden Arzt der hiesigen Sanitätskolonne, Dr. Guggenheim, ist das Ritterkreuz I!. Klaffe vom Zähringer Löwenorden verliehen worden. V ererrrsrrachrichten. Im Saale der „Brauerei König st ad t", Schönhauser Allee 10/11, fand am 5. Dezember eine Versammlung der in Berlin X und NO wohnenden Central-Vereins- Mitglieder statt, welche von ca. 400 Personen besucht war. Nach einer Begrüßungsansprache des Herrn Redakteur R. Wohlberg erhielt Herr Rabbiner Dr. A. Ackermann aus Brandenburg a. d. H. das Wort zu seinem Vorträge „Am Beginne des Jahrhunderts". In formvollendeter, schwungvoller Rede wies der Vortragende darauf hin, wie die große Kultur-